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Magenschleimhaut-Entzündung |
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Magenschleimhautentzündung: Ursachen Bei einer Gastritis ist die Schleimhaut des Magens entzündet. Eine Magenschleimhautentzündung kann akut oder chronisch auftreten. Die Magenschleimhaut schützt den Magen vor der zur Verdauung benötigten Magensäure. Wird diese Schutzschicht geschädigt, kann es zu einer Gastritis kommen. Schreiten die Schleimhautschäden fort, entsteht ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi). Die Ursachen für eine Magenschleimhautentzündung sind vielfältig. Die häufige Einnahme von Schmerzmitteln (z.B. Acetylsalicylsäure), starkes Rauchen, extremer Alkoholgenuss oder eine Lebensmittelvergiftung können der Grund für eine akute Gastritis sein. Auch scharfes Essen, starker Kaffeekonsum und Stress schädigen die Magenschleimhaut. Eine Magenschleimhaut-Entzündung kann aber auch nach einer Operation oder als Folge einer Verletzung auftreten. Bei der chronischen Magenschleimhautentzündung wird zwischen drei Typen unterschieden:
| • | Typ A: Grund ist ein so genannter Autoimmunprozess | | • | Typ B: Auslöser ist das Bakterium Helicobacter pylori (HP) | | • | Typ C: NSAR-Schmerzmittel und Gallerückfluss sind Verursacher | Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Magenschleimhautentzündung: Symptome Charakteristisch für die akute Gastritis ist, dass sie plötzlich auftritt. Die Beschwerden können sehr unterschiedlich sein, typisch sind, neben Bauchschmerzen und Aufstoßen, häufig Übelkeit, Durchfall und selten Erbrechen. In 85 Prozent der Fälle handelt es sich um eine Typ-B-Gastritis durch den Erreger Helicobacter pylori. Die chronische Gastritis bereitet häufig keine Beschwerden. In seltenen Fällen äußert sie sich durch Völlegefühl, Blähungen, Durchfall oder Schmerzen im Oberbauch. Mögliche Folgen sind Schleimhautschäden, Magengeschwüre, Magenblutungen oder ein Magendurchbruch. Fast die Hälfte aller über 50-Jährigen leiden an einer chronischen Magenschleimhautentzündung. Sie bleibt häufig unbemerkt oder sie wird zufällig bei anderen Untersuchungen diagnostiziert. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Magenschleimhautentzündung: Diagnose Bereits die Beschwerden einer akuten Magenschleimhautentzündung geben einen wichtigen Hinweis auf die Erkrankung. Der körperlichen Untersuchung geht zunächst ein ausführliches Gespräch (Anamnese) voran. Der Arzt stellt Fragen zu den Beschwerden und der Lebensweise (z.B. Genuss von Nikotin und Alkohol). Das Abtasten des Oberbauchs bereitet meist Schmerzen. Neben Blutuntersuchungen und einer Ultraschall-Untersuchung (Sonografie), kann letztlich nur eine Magenspiegelung (Gastroskopie) mit der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) die Diagnose sichern. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Magenschleimhautentzündung: Behandlung In der Regel ist eine medikamentöse Behandlung nicht erforderlich, denn eine leichte akute Gastritis heilt bei ansonsten gesunden Menschen nach einigen Tagen ohne Folgen ab. Zwei bis drei Tage Bettruhe, leicht verdauliche Kost und der Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Nikotin, helfen dem Körper, die Gastritis auszuheilen. Bei einer akuten Gastritis spielt die Magensäure eine wesentliche Rolle. Wenn Medikamente erforderlich sind, werden so genannte Säureblocker, welche die Magensäure-Produktion hemmen, verabreicht. Protonenpumpen-Hemmer (z.B. Omeprazol oder Pantoprazol) gelten als besonders wirksam. Des Weiteren können H2-Rezeptorenblocker (z.B. Cimetidin oder Ranitidin) eingesetzt werden. Die verminderte Magensäure bewirkt eine Schmerzlinderung und die Schleimhaut kann sich regenerieren. Um eine Helicobacter pylori-Infektion als Ursache der Magenschleimhautentzündung zu diagnostizieren, wird in der Regel ein 13C-Harnstoff-Atemtest durchgeführt. Wird er festgestellt und leidet der Betroffene unter Magenschleimhautentzündungen, so empfiehlt sich eine Eradikationstherapie. Um das Bakterium abzutöten, werden innerhalb einer Woche Antibiotika (Amoxicillin und Clarithromycin, alternativ Metronidazol) sowie ein Protonenpumpen-Hemmer eingenommen. Endoskopische oder chirurgische Maßnahmen sind bei einer Gastritis notwendig, wenn Magenblutungen oder ein Magendurchbruch auftreten. Auf Kaffee, Alkohol, Nikotin und Schmerzmittel sowie scharfe, fettige und gebratene Speisen sollte zumindest während der Behandlung verzichtet werden, da diese Substanzen die Magenschleimhautentzündung begünstigen und verschlimmern können. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Magenschleimhautentzündung: Prognose Die Ursache der Magenschleimhautentzündung ist ausschlaggebend für die Prognose. Eine akute Gastritis heilt meist gut von selbst ab, wenn eine magenschonende Diät gehalten wird und Magenschleimhaut schädigende Stoffe (zuviel Kaffee- und Alkoholkonsum, Rauchen, NSAR-Schmerzmittel) gemieden werden. Es empfiehlt sich außerdem, Stress zu vermeiden. Chronische Magenschleimhautentzündungen hingegen sind langwieriger und können den Magen dauerhaft schädigen. Ist die Magenschleimhaut stark beschädigt, kann eine Magenschleimhautentzündung in ein Magengeschwür übergehen. Es kann zu Magenblutungen oder auch zu einem Magendurchbruch (Perforation) kommen. Das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, ist ebenfalls erhöht. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Magenschleimhautentzündung: Vorbeugung Um einer Magenschleimhautentzündung vorzubeugen empfiehlt es sich, grundsätzlich alle Speisen, Getränke und Substanzen, die den Magen reizen, zu meiden. Weitere Informationen Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008 Quellen: Braun: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban und Fischer Bei Elsevier, München 2006 Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2007 Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. De Gruyter, Berlin 2004
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Magenschleimhautentzündung;Magenentzündung;Magenschmerzen;Magenspiegelung;Gastritis |
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