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Rückenschmerzen: Ursachen Nur selten ist eine bestimmte Erkrankung die Ursache für Rückenschmerzen. Meist handelt es sich bei Rückenschmerzen um ein Symptom für ein gestörtes Zusammenspiel der Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke, Wirbelknochen und Bandscheiben. Bei über 80 Prozent der von Rückenschmerzen Betroffenen bleibt die genaue Ursache unklar, die Heilung erfolgt spontan. Am häufigsten treten Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule sowie im Bereich der Halswirbelsäule auf. Bei den meisten Betroffenen sind Rückenschmerzen akut, nur selten bleiben sie länger als sechs Wochen. In den häufigsten Fällen werden Rückenschmerzen von Verspannungen der Rückenmuskulatur ausgelöst. Diese Muskelverspannungen können viele Ursachen haben: Über- oder Fehlbelastungen durch einseitige, verkrampfte Körperhaltungen, ungewohnte Bewegungen, Zugluft, Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, Überdehnungen und Zerrungen. Zudem kann eine psychische Anspannung zu Muskelverspannungen führen. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel können eine Rolle spielen. Nur selten treten Rückenschmerzen in Zusammenhang mit anderen Krankheiten wie einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung, Nierensteinen oder gynäkologischen Problemen (z.B. Endometriose) auf. Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Rückenschmerzen: Symptome Rückenschmerzen treten - entweder nur bei bestimmten Körperbewegungen oder auch im Ruhezustand - im Bereich der Lendenwirbelsäule, der Brustwirbelsäule oder der Halswirbelsäule auf. Die Schmerzen können ausstrahlen, sodass der Betroffene diese auch in Armen oder Beinen spürt. Die Rückenschmerzen können als stechend oder ziehend empfunden werden oder nur auf Druck spürbar sein. Kommen zu den Rückenschmerzen weitere Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Fieber, neurologische Störungen (wie Lähmungen und Taubheitsgefühle) dazu, kann dies auf eine schwerere Erkrankung hinweisen. Bei Rückenschmerzen in Folge eines Sturzes aus großer Höhe oder bei bekannten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Knochenschwund (Osteoporose), Immunkrankheiten oder Krebserkrankungen ist es ratsam, möglichst bald einen Arzt aufzusuchen. Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Rückenschmerzen: Diagnose Am Anfang der Diagnose von Rückenschmerzen erfragt der Arzt die Krankheitsgeschichte (Anamnese). Zudem fragt er nach der beruflichen Tätigkeit, den sozialen Umständen und den Bewegungsgewohnheiten. Mögliche Begleiterkrankungen wie eine Arthrose (Gelenkschwund) oder Osteoporose (Knochenschwund) spielen ebenfalls eine Rolle für die Diagnose. Schwerwiegende Ursachen für Rückenschmerzen lassen sich häufig leicht von unkomplizierten Beschwerden unterscheiden. Auf die Anamnese folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt tastet den Rücken ab und führt verschiedene Funktions- und Beweglichkeitsprüfungen durch. Dadurch bekommt er einen Eindruck vom Zustand der Wirbelsäule, der Muskulatur und der Gelenke. Bildgebende Verfahren sind nur notwendig, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung der Wirbelsäule oder einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall besteht. Unkomplizierte Rückenschmerzen erfordern diese Verfahren nicht. Zu den bildgebenden Verfahren gehören eine Röntgen-Untersuchung, eine Computertomografie (CT), eine Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) sowie eine Szintigrafie. Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Rückenschmerzen: Behandlung Die Behandlung von Rückenschmerzen soll in erster Linie die Schmerzen lindern. In einer akuten Schmerzsituation ist eine Stufenlagerung ratsam: Der Betroffene liegt flach auf dem Rücken, die Beine sind hoch gelegt, die Unterschenkel lagern dabei im 90-Grad-Winkel zu den Oberschenkeln. Bei leichten Muskelverspannungen kann eine Behandlung mit Wärme helfen: Warme Bäder, Saunagänge, Wärmepflaster, -umschläge und -packungen sind empfehlenswert. Auch Schmerzmittel (mit Wirkstoffen wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol) können akute Rückenschmerzen lindern. Es ist jedoch nicht ratsam, diese über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Der Arzt kann schmerz- und krampflösende Mittel auch direkt in den Rücken injizieren. Eine Physiotherapie kann aus Krankengymnastik, Massagen oder einer physikalischen Therapie mit Wärme, Kälte oder elektrischer Energie bestehen. Durch Krankengymnastik werden Fehlbelastungen korrigiert und die Rückenmuskulatur gestärkt. Eine Akupunktur - ein Element der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) - ist keine wissenschaftliche erwiesene hilfreiche Behandlungsmöglichkeit bei Rückenschmerzen. Sie wird daher nur ergänzend und auf Wunsch des Betroffenen eingesetzt. Vermutet der Arzt eine psychische Belastung, wie Stress als Ursache der Rückenschmerzen, ist eine Psychotherapie empfehlenswert. Eine Operation wird bei Rückenschmerzen nur selten durchgeführt: Zum Beispiel, wenn sich die Beschwerden eines Bandscheibenvorfalls durch eine konservative Behandlung nicht bessern lassen oder wenn die Rückenschmerzen durch einen Tumor verursacht werden. Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Rückenschmerzen: Prognose Die Prognose von Rückenschmerzen hängt von ihrer Ursache ab. Die Mehrzahl der Betroffenen leidet an harmlosen Rückenschmerzen, welche meist innerhalb kurzer Zeit wieder abklingen. Doch die Beschwerden treten häufig erneut auf. In diesen Fällen ist es ratsam, die Muskulatur zu stärken und Fehlbelastungen zu vermeiden. Eine Physiotherapie stellt oft den Anfang dar, anschließend ist regelmäßige sportliche Bewegung (wie Schwimmen oder Radfahren) empfehlenswert. Generell ist es ratsam, sich auch bei akuten Rückenschmerzen zu bewegen. Im Ruhezustand verschlimmern sich die Beschwerden häufig. Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Rückenschmerzen: Vorbeugung Rückenschmerzen lassen sich durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen: Es empfiehlt sich, Übergewicht zu vermeiden und sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Wer zu Stress neigt, kann Entspannungstechniken wie Autogenes Training nutzen, um stressbedingte Körperverspannungen zu vermeiden. Weitere Informationen Autor: Theresa Nikley, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Quellen: Corazza, V.; et al: Kursbuch Gesundheit. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2006 Keller, S.: Das Rückenbuch. Aktiv gegen Schmerzen. Stiftung Warentest, Berlin 2004 Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Kreuzschmerzen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 053/003 (Stand: 02/2007) Rössler, H.; Rüther, W.: Orthopädie und Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2005
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Rückenschmerzen;Rücken;Schmerzen;Bandscheibe;Bandscheibenvorfall;Verspannungen;Kreuzschmerzen;Verspannungen im Nacken |
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