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Ursachen

Burn-Out-Syndrom: Ursachen

Menschen, die unter dauerhafter Belastung stehen, können an einem Burn-Out-Syndrom erkranken. Die Ursachen von chronischer Erschöpfung sind vielfältig und liegen in erster Linie in permanenter Anspannung durch Stress. Es tritt immer in Verbindung mit einer Tätigkeit auf - dies können ein ausgeübter Beruf, aber auch Aktivitäten in der Freizeit oder im Haushalt sein; auch Studenten sind zunehmend vom Burn-Out-Syndrom betroffen.

 

Schätzungen zufolge leidet in Deutschland etwa jeder Fünfte zumindest zeitweilig unter Erschöpfung. Vor allem helfende und Pflegeberufe sowie Ärzte sind betroffen. Manifestiert sich dieser Zustand und hält die Erschöpfung über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten dauerhaft an, spricht man vom Burn-Out-Syndrom.

 

Synonym für das Burn-Out-Syndrom wird häufig die Bezeichnung Chronisches Fatigue Syndrom verwendet, allerdings unterscheiden sich beide Syndrome in einigen Punkten voneinander. So wird der Auslöser des Chronischen Fatigue Syndroms z.B. mit körperlichen Erkrankungen (wie Krebs) oder psychischen Erkrankungen (wie Depressionen) in Verbindung gebracht.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Symptome

Burn-Out-Syndrom: Symptome

„Burn out“ bedeutet übersetzt„Ausbrennen“ - das Burn-Out-Syndrom äußert sich sowohl in körperlicher, als auch in geistiger und emotionaler Erschöpfung, die sich durch herkömmliche Erholungsmechanismen nicht beheben lässt. 

 

Die Symptome sind sehr individuell, einige Anzeichen für das Burn-Out-Syndrom treten jedoch häufig auf:

 

  • Abgeschlagenheit, Unlust, Müdigkeit und Erschöpfung
  • Zynismus
  • Reizbarkeit, Anspannung und Lichtscheue
  • Erhöhter Konsum von Nikotin, Koffein und Alkohol
  • Muskelschmerzen und Muskelschwäche
  • Verwirrung, vermehrte Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen
  • Magen-Darm-Störungen
  • Verstimmungen bis Depressionen
  • Schlafstörungen

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Diagnose

Burn-Out-Syndrom: Diagnose

Ein Burn-Out-Syndrom wird in der Regel durch den Ausschluss anderer Ursachen diagnostiziert. Nach einem ausführlichen Gespräch über die Krankheitsgeschichte erfolgen die körperliche Untersuchung und verschiedene Tests. Zunächst müssen mögliche andere Ursachen für die chronische Erschöpfung ausgeschlossen werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Funktionsfähigkeit der Organe sowie auf möglichen Allergien. Psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen sind ebenfalls auszuschließen.

 

Haben alle Untersuchungen keinen Befund ergeben, empfehlen sich bestimmte Fragebögen, die eigens zur Feststellung von Erschöpfungssyndromen wie dem Burn-Out-Syndrom entwickelt wurden, beispielsweise der 25 Fragen umfassende Maslach Burnout Inventory (MBI) oder die Überdrussskala. Auch die familiäre, soziale und berufliche Situation wird berücksichtigt.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Behandlung

Burn-Out-Syndrom: Behandlung

Ein Burn-Out-Syndrom wird in der Regel zunächst ohne Medikamente behandelt. Besonders körperliche Bewegung und Aktivität sowie die Ernährung spielen eine große Rolle. Anhaltende körperliche Schonung verstärkt die Erschöpfung, ebenso wie einseitige und vitaminarme Ernährung. Die Psychotherapie begleitet alle Behandlungsformen. In erster Linie empfiehlt sich dabei eine Verhaltenstherapie, um künftigen Überlastungen vorzubeugen, indem die eigene Leistungsfähigkeit besser eingeschätzt werden kann. 

 

Psychopharmaka sind in der Therapie des Burn-Out-Syndroms umstritten. Sie wirken sich zwar positiv auf die Beschwerden aus, beseitigen aber nicht die Ursachen, deshalb sind sie nur in besonders schweren Belastungssituationen ratsam.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Prognose

Burn-Out-Syndrom: Prognose

Wird das Burn-Out-Syndrom diagnostiziert und beginnt die Behandlung zügig und zielgerichtet, stehen die Heilungschancen gut. 

 

Neben der Psychotherapie sind Akzeptanz und Rücksichtnahme im Umfeld für die Prognose des Erschöpfungssyndroms besonders wichtig.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Vorbeugung

Burn-Out-Syndrom: Vorbeugung

Chronischen Erschöpfungszuständen wie dem Burn-Out-Syndrom lässt sich durch das Erlernen von Entspannungstechniken und dem richtigen Umgang mit Stress vorbeugen. Die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit zu beachten, empfiehlt sich nicht nur nach einer erfolgreichen Burn-Out-Therapie, sondern auch schon davor. 

 

Auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener, vitaminreicher Ernährung und körperlicher Bewegung wappnet gegen Erschöpfungszustände.

 

 

 

Weitere Informationen

 

Sendung Sportsprechstunde zum Thema Burn-Out

 

Online-Informationen von „Hilfe bei Burnout

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juni 2008

Quellen: Leitlinien Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik: Neurasthenie (ICD-10 F48.0)/Chronic Fatigue Syndrome. WMF-Leitlinien-Register Nr. 051/008 (Stand: 11/2001)

Noll, A., Kirschbaum, B.: Stresskrankheiten. Vorbeugen und behandeln mit chinesischer Medizin. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2006

Online-Informationen des Bundesverband Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS/CFIDS/ME) Fatigatio e.V.: (Stand: 06/2006)

Burn-Out-Syndrom;Erschöpfung;Stress;Chronisches Fatigue Syndrom;Depression