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Definition

Narkose: Definition

Mithilfe einer Narkose lässt sich ein operativer Eingriff ohne Bewusstsein und ohne Schmerzempfinden durchführen. Dafür wird der Patient von einem Narkosearzt (Anästhesisten) durch die Gabe von Medikamenten und Narkosegasen in einen tiefschlafähnlichen Zustand versetzt. 

 

Die Narkose wird auch als Allgemeinanästhesie bezeichnet und ist ein Teilgebiet der Anästhesiologie.

 

 

Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Durchführung

Narkose: Durchführung

Eine Narkose läuft in der Regel nach folgendem Schema ab:

 

  • Vorbereitung: Spätestens am Vortag der Narkose findet die sog. Prämedikationsvisite statt. Die Ärzte schildern die Risiken und Komplikationen der Narkose, führen ein Gespräch über die Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung durch. Hierdurch lässt sich das individuelle Narkoserisiko abschätzen. Gegebenfalls sind spezielle Untersuchungen (z.B. EKG, Röntgen-Untersuchung) zur Erfassung des gesundheitlichen Zustands notwendig.
  • Prämedikation: Am Abend zuvor sowie unmittelbar vor dem Eingriff erhält der Patient ein Medikament, welches beruhigend und angstlösend wirkt.
  • Narkoseeinleitung: Über einen zuvor gelegten Venenkatheter erhält der Patient ein stark wirkendes, schmerzhemmendes Medikament. Anschließend wird durch die Gabe eines sogenannte Hypnotikums die eigentliche Narkose begonnen. Der Patient schläft angenehm und fest ein. Von nun an muss er bis zum Abschluss der Narkose beatmet werden (z.B. durch eine Intubation).
  • Aufrechterhaltung der Narkose: Die Narkose muss während des gesamten Eingriffs aufrechterhalten werden. Dies geschieht in der Regel durch die kombinierte Gabe von Medikamenten und narkotisch wirkenden Gasen. Während der Narkose überwacht der Anästhesist zudem unentwegt die Herz-Kreislauf-Funktion und die Beatmung.
  • Ausleitung der Narkose: Nach Abschluss des Eingriffs wird die Narkose langsam ausgeleitet. Der Patient kommt zu Bewusstsein und kann wieder selbstständig atmen.

 

 

Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Anwendung

Narkose: Anwendung

Ohne Narkosen wären die meisten operativen Eingriffe nicht durchführbar. 

 

Bei kleineren Operationen kann unter Umständen eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) ausreichend sein, bei der das Bewusstsein erhalten bleibt und nur ein Teil des Körpers schmerz-, empfindungs- und bewegungslos ist.

 

 

Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Risiken

Narkose: Risiken 

Neben den individuellen Risiken (z.B. durch Vorerkrankungen) gibt es allgemeine Risiken einer Narkose, die jeden Menschen betreffen können. Hierzu zählen:

 

  • Herz-Kreislauf-Probleme (Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen)
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Allergische Reaktionen auf die Medikamente
  • Zahnschäden durch die Intubation
  • Schluckbeschwerden
  • Stimmbandschädigungen
  • Nervenschädigungen
  • Lungenprobleme

 

Insgesamt sind schwerwiegende Komplikationen der Narkose aber sehr selten und können bei Auftreten zügig erkannt und in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.

 

 

Weitere Informationen

 

Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V.

 

Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Quellen: Kretz, F., Schäffer, J. - Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie. Springer, Heidelberg 2006

Schäfer, R., Eberhardt, M.: Klinikleitfaden Anästhesie. Urban & Fischer Bei Elsevier, München 2005

Narkose;Betäubung;betäuben