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Bypass-Operation: Definition Im Deutschen bedeutet der englische Begriff Bypass „Umleitung“ - die Bypass-Operation ist also eine Überbrückung einer nicht zugänglichen Region. Durchgeführt wird die Bypass-Operation, um kranke - also verengte (stenosierte) oder verstopfte - Gefäße zu umgehen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Überbrückung solcher Passagen. In der Regel lassen sich als Bypass körpereigene Gefäße verwenden, grundsätzlich ist jedoch auch die Verwendung von künstlichen Gefäßimitaten möglich. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Bypass-Operation: Durchführung Die Bypass-Operation erfolgt unter Vollnarkose. Über den Brustkorb gelangt der Chirurg an das Herz. Während der Operation am Herzen übernimmt eine Herz-Lungen-Maschine die Atmung, sodass sich die Operation am nicht schlagenden Herzen durchführen lässt. Zur Überbrückung der kranken Gefäße eignen sich vor allem die große Beinvene (Vena saphena magna) und die Arteria mammaria interna, die an der Innenwand des Brustkorbs entlangläuft. Gelegentlich lässt sich der Bypass auch mit einer Unterarm-Vene (Arteria radialis) legen. Nach der Einpflanzung der Bypass-Vene wird die Herz-Lungen-Maschine vom Blutkreislauf abgekoppelt und das Herz wieder zum Schlagen gebracht. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Bypass-Operation: Anwendung Am häufigsten wird ein Bypass im Rahmen einer Herz-Operation gelegt, wenn Herzkranzgefäße (Koronararterien) so stark verengt oder verstopft sind, dass eine ausreichende Versorgung mit sauerstoffhaltigem Blut nicht mehr gewährleistet ist. Dies ist insbesondere der Fall bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) und nach einem Herzinfarkt. Durch die verstopften oder verengten Gefäße wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Grundsätzlich ist eine Bypass-Operation in allen Körperregionen möglich. Auch bei der arteriellen Verschlusserkrankung der Beine (pAVK) kommt die Bypass-Operation häufig zum Einsatz. Hierbei sind die Blutgefäße in den Beinen verengt, was sich mit Schmerzen in den Beinen äußert, die zu immer häufigeren Gehpausen zwingen (sog. Schaufensterkrankheit). Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Bypass-Operation: Risiken Mittlerweile ist die Bypass-Operation zu einem Routine-Eingriff und zu einer der häufigsten Herzoperationen geworden. Trotzdem birgt sie gewisse Risiken, da die Operation unter Vollnarkose und am offenen Herzen durchgeführt wird. Neben Blutungen während und nach der Operation sind Infektionen und Entzündungen mögliche Komplikationen. Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Blutgerinnungsstörungen, besonders durch den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine während der Operation, sind ebenfalls möglich. Während der Bypass-Operation kann sehr selten ein Herzinfarkt auftreten. Weitere Informationen Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008 Quellen: Erdmann, E. (Hrsg.): Klinische Kardiologie. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2006 Online-Informationen des Uniklinikums Köln: www.medizin.uni-koeln.de (Stand: 06/2004) Online-Informationen des Chirurgie-Portals: www.chirurgie-portal.de (Stand: 06/2008)
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Herz;Gefäße;Chirurgie;Vene;Arterie |
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