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Kräuter & Gewürze Rotklee Ein sanftes Pflanzen- hormon bei Wechseljahres- beschwerden ...mehr
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Röteln: Ursachen Die Röteln sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung mit starker Lymphknotenschwellung im Nackenbereich und einem Hautausschlag (Exanthem). Sie übertragen sich durch Tröpfcheninfektion. Ansteckend sind die Röteln eine Woche vor und eine Woche nach dem Sichtbarwerden des Hautausschlags. Im ersten Lebensjahr haben die Säuglinge einen sogenannten Nestschutz durch Antikörper der Mutter. Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009
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Röteln: Symptome Die ersten Symptome treten 14 bis 21 Tage nach der Ansteckung auf (Inkubationszeit). Anfangs steigt die Temperatur bis 38 Grad und es kann ein Schnupfen oder eine Bindehautentzündung auftreten. Besonders typisch sind die ausgeprägte Lymphknotenschwellung im Nacken und hinter den Ohren, sowie der hellrote, im Gesicht beginnende Hautausschlag. Er ist im Vergleich zu den Masern eher diskret, breitet sich über den Körper aus und kann auch auf der Mundschleimhaut auftreten (Enanthem). In 50 Prozent der Fälle verläuft die Infektion ohne Symptome. Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009
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Röteln: Diagnose Das Virus kann im Rachensekret, im Urin und im Hirnwasser nachgewiesen werden. Bei einer Blutuntersuchung kann man Antikörper gegen das Virus finden und eine verminderte Zahl an weißen Blutzellen, die auf eine hohe Aktivität des Immunsystems hinweist. Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009
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Röteln: Behandlung Die Rötelninfektion muss nicht behandelt werden. Man kann Symptome wie Fieber mit fiebersenkenden Mitteln lindern und sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. In besonderen Fällen können Antikörper über eine Infusion verabreicht werden. Neugeborene, die eine Infektion im Mutterleib erlitten haben, müssen umfassend in der Klinik betreut werden. Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009
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Röteln: Prognose In der Regel verläuft die Erkrankung harmlos und wird gut überstanden. Röteln hinterlassen eine lebenslange Immunität. Vor allem bei Mädchen kann es während der Erkrankung zu Schmerzen in Gelenken kommen oder sogar zu einer Gelenksentzündung (Arthritis). Eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommt sehr selten vor und ist in ihrer Prognose wesentlich günstiger als bei der Masernenzephalitis. Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009
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Röteln: Vorbeugung Die Rötelnimpfung wird in der Regel in Kombination mit Mumps und Masern (MMR-Impfung) ab dem zwölften Lebensmonat verabreicht. Die zweite Impfung erfolgt dann im zweiten Lebensjahr. Individuell werden erwachsene Frauen ohne Antikörper geimpft. Da es sich um einen Lebendimpfstoff handelt, kann es vor allem bei einer Impfung im Erwachsenenalter zu einer abgeschwächten Infektion mit Fieber, leichtem Hautausschlag und Lymphknotenschwellung kommen. Kinder im ersten Lebensjahr, Schwangere und Immunkranke (HIV) sollten nicht geimpft werden. Hinweis: In der Schwangerschaft ist beim Kontakt mit infizierten Personen Vorsicht geboten. Da hier die Gefahr einer sogenannten Röteln-Embryopathie besteht. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Fötus, die durch die Übertragung des Röteln-Virus von der Mutter auf den Fetus ausgelöste wird. Bis zu 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter besitzen keine Antikörper gegen Röteln. Steckt sich eine Schwangere mit Röteln an, wird das Virus über die Plazenta auf das Kind übertragen. Es kann zur Fehlgeburt, Frühgeburt oder einer Infektion (konnatale Rötelninfektion) des Kindes kommen. Das Risiko für das Kind ist am Größten, wenn die Mutter in der ersten bis elften Schwangerschaftswoche an Röteln erkrankt. Dann kommt es in 85 Prozent der Fälle zu Fehl- oder Frühgeburten, oder zu schweren Missbildungen. Bei Infektionen nach dem dritten Monat sinkt das Risiko für diese Komplikationen auf 30 Prozent. Die Missbildungen sind eine typische Dreierkombination, Gregg-Syndrom genannt, bestehend aus einem Herzfehler, einer Linsentrübung und einer Innenohrschwerhörigkeit. Es können aber auch Entwicklungsstörungen verschiedener Organsysteme, Vergrößerungen von Leber und Milz, Herzmuskelentzündung, Lungenentzündung, Hirn- und Hirnhautentzündungen oder eine extreme Unterentwicklung des Gehirns (Mikrozephalie) entstehen. Der Nachweis einer konnatalen Rötelninfektion wird durch eine Blutuntersuchung des Kindes gesichert. Diese Kinder sind noch sehr lange ansteckend. Weitere Informationen Robert Koch Institut: Röteln Röteln in der Schwangerschaft Autor: Cand.med. Susanne Günther Datum: 21. April 2009 Quelle: Muntau, A.C.: Intensivkurs Pädiatrie. Elsevier, Urban & Fischer, München 2007
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