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Ursachen

Masern: Ursachen

Die Masern sind eine sehr ansteckende und oft komplikationsreiche Viruserkrankung, die mit starkem Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit und Appetitverlust einhergeht. Übertragen wird sie durch Tröpfcheninfektion, das heißt über Speichel, Nasensekret und auch durch Aerosole der Ausatemluft („Fliegende Infektion“). 

 

Infizierte Personen sind bereits fünf Tage vor Ausbruch des typischen Hautausschlags und bis vier Tage danach ansteckend. Nach einer Ansteckung bricht die Krankheit erst acht bis zehn Tage später aus. Diese Zeit bezeichnet man als Inkubationszeit, in der sich der Virus vermehrt um sich anschließend über das Blut im Körper zu verbreiten.

 

Im ersten Lebensjahr besteht ein natürlicher Schutz des Kindes durch Antikörper der Mutter (Nestschutz).

 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum:17. April 2009

 

Symptome

Masern: Symptome

Die Krankheit verläuft in zwei Schüben, die in das sogenannte Prodromalstadium und das Exanthemstadium eingeteilt werden.

 

  • Prodromalstadium: Beginnt typischerweise mit banalen Infektzeichen wie Schnupfen, Reizhusten, Fieber, Lichtscheu und Bindehautentzündung. Die Mundschleimhaut kann im Wangenbereich stark gerötet und mit weißen, kalkspritzerartigen Flecken (Koplik-Flecken) gezeichnet sein. Diese Phase dauert circa drei bis fünf Tage.
  • Exanthemstadium: Dabei kommt es zu einem erneuten starken Fieberanstieg und der typische Hautausschlag zeigt sich. Er ist bräunlich-rosafarben, großfleckig oder zahlreiche kleine Punkte die ineinander fließen. Er beginnt hinter den Ohren und breitet sich rasch über den gesamten Körperstamm aus. Nach wenigen Tagen verblasst er und die Haut schuppt sich ab.

 

Die Lymphknoten vor allem am Hals, aber auch in der Achsel und der Leiste können stark geschwollen und schmerzhaft sein.

 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum: 17. April 2009

Diagnose

Masern: Diagnose

Masern sind eine typische Kinderkrankheit und durch ihren Verlauf und den Hautausschlag gut zu diagnostizieren. 

 

Bei einer Blutuntersuchung kann die starke Aktivität des Immunsystems nachgewiesen werden (wenig weiße Blutzellen) und auch das Virus selbst kann isoliert werden. Das Virus lässt sich auch im Urin, Rachensekret und Hirnwasser nachweisen.

 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum: 17. April 2009

Behandlung

Masern: Behandlung

Die Therapie erfolgt vor allem symptomatisch. Man senkt medikamentös das Fieber und sorgt für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auch schleimlösende Mittel sind angezeigt um eine Verschleppung von Bakterien in die kleinen Atemwege, und somit eine Lungenentzündung, zu verhindern. 

 

Kommt es dennoch zu einer begleitenden bakteriellen Infektion, muss eine antibiotische Therapie erfolgen.

 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum: 17. April 2009

 

 

Prognose

Masern: Prognose

Da das Immunsystem durch die Viren stark belastet ist, kommt es häufig zu zusätzlichen bakteriellen Infektionen als Begleiterkrankung. So leiden viele Kinder an einer Mittelohrentzündung, Bronchitis oder Durchfällen

 

Sehr gefürchtet ist die Masernenzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, die drei bis neun Tage nach dem Hautausschlag auftreten und zu schweren Hirnschäden und auch zum Tod führen kann. Sie entsteht bei circa einem von 1000 Erkrankten und kann durch eine Impfung wirksam verhindert werden.

 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum: 17. April 2009

Vorbeugung

Masern: Vorbeugung

Die aktive Immunisierung mittels Impfung ist im Impfkalender der Ständigen Impfkomission (STIKO) vorgesehen und auch sehr wichtig. Es ist ein abgeschwächter Lebendimpfstoff der in der Regel ab dem zwölften Lebensmonat, im Rahmen der Mumps/Masern/Röteln – Impfung, verabreicht wird. Nach vier Wochen wird die Impfung wiederholt. Besonders um eine masernbedingte Hirnentzündung zu vermeiden, die auch heutzutage noch tödlich enden kann. 

 

Es kann ein bis zwei Wochen nach der Impfung etwas Fieber und ein flüchtiger Hautausschlag oder Bindehautentzündung auftreten. Man bezeichnet das Phänomen als „Impfmasern“, welches sich in der Ausprägung stark von der richtigen Infektion unterscheidet und bei etwa fünf Prozent der Geimpften auftritt.

 

 

Weitere Informationen

 

Empfehlungen der WHO 

Aktion: „Wir gegen Viren“ des Robert-Koch Instituts 

 

Autor: Cand. med. Susanne Günther

Datum:17. April 2009

Quellen:Muntau, A.C.: Intensivkurs Pädiatrie. Elsevier, Urban & Fischer, München 2007

Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008

Masern;Infektionskrankheiten;Kinderkrankheiten;Röteln,;Fieber;Juckreiz;Mumps;Dreitagefieber;Scharlach;Windpocken