Durchbruch in der Forschung
Ein Impfstoff soll vor der Infektion mit HP-Viren schützen und Gebährmutterhalskrebs vorbeugen.
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Impfen: Definition
Impfungen dienen der Vorbeugung
von Infektionskrankheiten, wie Kinderkrankheiten (z.B. Masern, Mumps, Röteln) oder Tropenkrankheiten (z.B. Typhus, Gelbfieber, Hepatitis A). Man spricht auch von Schutzimpfung oder Immunisierung (der Körper wird „immun gemacht“ gegen die Krankheit). Es gibt eine aktive Immunisierung und eine passive Immunisierung:
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut stellt regelmäßig die aktuellen Impfempfehlungen mit dem Impfkalender vor.
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Impfen: Durchführung
Impfungen können beim Arzt, wie dem Hausarzt oder dem Kinderarzt, teilweise auch in der Apotheke vorgenommen werden. Die meisten Impfungen werden als Spritze (Injektion) verabreicht, entweder:
Eine weitere Möglichkeit der Impfung stellt die sogenannte Schluckimpfung dar. Hierbei wird der Impfstoff auf einem Träger (z.B. ein Stückchen Traubenzucker) über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
Eine neue, seltener durchgeführte Verabreichungsform stellt die Spray-Impfung dar, bei welcher der Impfstoff über die Schleimhäute in den Körper gelangt.
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Impfen: Anwendung
Impfungen sind sinnvoll, um schweren Infektionskrankheiten vorzubeugen. Säuglinge und Kinder können gegen einige Kinderkrankheiten geimpft werden. Reisenden, beispielsweise in tropische Länder, wird angeraten, sich gegen bestimmte Reise- und Tropenkrankheiten impfen zu lassen.
Außerdem sind Impfungen ratsam bei gefährdeten Personen, zum Beispiel alten und abwehrgeschwächten Menschen sowie Personen, die beruflich mit bestimmten Erregern in Kontakt kommen, wie medizinisches Personal.
Häufig durchgeführte und empfohlene Impfungen sind:
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Impfen: Risiken
Bei den von der STIKO empfohlenen Impfungen herrscht die Auffassung, dass die einer Impfung anhaftenden Risiken und Nebenwirkungen wesentlich geringer sind als das Risiko, nicht geimpft zu sein und an der Infektion zu erkranken.
In der Regel verlaufen Impfungen komplikationslos und es treten, wenn überhaupt, nur geringe Beschwerden auf. Dennoch sind einige Nebenwirkungen bekannt, über die der Arzt vor der Impfung aufklärt. Man muss Impfreaktionen von Impfschäden unterscheiden.
Impfreaktionen sind meist harmlos und treten als vorübergehende lokale und Allgemeinreaktionen auf, zum Beispiel:
Impfschäden hingegen sind als Komplikation der Impfung anzusehen. Möglich sind beispielsweise:
Für viele potenzielle Impfkomplikationen, die von so genannten Impfgegnern kritisiert werden, besteht aus bisheriger wissenschaftlicher Sicht kein kausaler Zusammenhang mit der Impfung. Bei Verdacht auf eine Impfkomplikation muss der Arzt diese an das Gesundheitsamt melden und vor der Impfung über mögliche Risiken aufklären. In der Schwangerschaft ist eine aktive Immunisierung mit Lebendimpfstoffen verboten.
Weitere Informationen
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut: Impfempfehlungen. www.rki.de
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Quellen: Herold, G.: Herold Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin: Hinweise für Ärzte zum Aufklärungsbedarf über mögliche unerwünschte Wirkungen bei Schutzimpfungen (Stand: 22.07.2007)
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut