Ursachen
Fieber: Ursachen
Fieber kann sehr viele Ursachen haben. Meist tritt es akut und vorübergehend im Rahmen eines Infekts oder einer Entzündung auf. Darüber hinaus gibt es einige eigenständige Fieberkrankheiten (häufig Tropenkrankheiten). Aus der Vielzahl möglicher Fieberursachen hier ein Überblick:
- Infekte wie Erkältungen, Grippe, Lungenentzündung, Blasenentzündung, Blinddarmentzündung
- Fieberkrankheiten wie Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber, Lassa-Fieber und Hämorrhagisches Fieber
- Tropenkrankheiten wie die Malaria
- Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Scharlach und Pfeiffersches Drüsenfieber
- Autoimmunkrankheiten wie Sarkoidose und Rheumatisches Fieber
- Blutvergiftung (Sepsis)
- Tumorerkrankungen („Tumorfieber“)
- Hormonelle Ursachen (z.B. Schilddrüsen-Überfunktion, Menstruation)
- Medikamente und Gifte („Drug Fever“)
- Störung im Temperaturzentrum des Gehirns
- Hohe Außentemperatur (Sonnenstich, Hitzschlag)
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Symptome
Fieber: Symptome
Fieber äußert sich durch einen Anstieg der Körpertemperatur über 38° Celsius. Darüber hinaus kann es zu folgenden weiteren Symptomen kommen:
- Pulsrasen
- Schweißausbrüche
- Schnelle Atmung
- Warme rote oder blasse Haut
- Trockene, belegte Zunge
- Durst
- Schwindel und Verwirrtheit
- Fieberkrämpfe
Fieber kann in unterschiedlicher Weise auftreten. Man unterscheidet folgende Typen:
- Fieber-Kontinua: Über Tage oder Wochen anhaltendes Fieber
- Remittierendes Fieber: Tägliche Fieberschwankungen über 1° Celsius
- Intermittierendes Fieber: Tägliche periodisch abfallende Fieberschwankungen
- Biphasisches Fieber: Temperaturanstieg für ein bis zwei Tage, die abfallen und erneut ansteigen
- Undulierendes Fieber: Langsam ansteigendes, mehrere Wochen anhaltendes Fieber mit fieberfreien Intervallen
- Rekurrierendes Fieber: In regelmäßigen Zyklen auftretendes, mehrere Tage anhaltendes Fieber
- Subfebrile Temperatur: Temperaturerhöhung der normalen Tagesschwankung angepasst (morgens niedriger, nachmittags am höchsten) und nicht über 38,5° Celsius rektal
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Diagnose
Fieber: Diagnose
Um Fieber festzustellen, kann die Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer - aus Quecksilber oder einem elektronischen Digital-Fieberthermometer – entweder im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) gemessen werden.
Um die Ursache des Fiebers herauszufinden, können eingehende Gespräche zu den Beschwerden und der Vorgeschichte (Anamnese), eine körperliche Untersuchung sowie - je nach vermuteter Ursache - weitere Untersuchungen wie eine Blut-Untersuchung, Urin-Untersuchung, Stuhl-Untersuchung, Röntgen-Untersuchung und vieles mehr sinnvoll sein.
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Behandlung
Fieber: Behandlung
Fieber lässt sich durch fiebersenkende Medikamente, wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure und Ibuprofen, behandeln. Als Hausmittel haben sich kalte Wadenwickel, viel Trinken und körperliche Erholung bewährt.
Die ursächliche Behandlung des Symptoms Fieber richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Prognose
Fieber: Prognose
Die Prognose von Fieber hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Fieber, das im Rahmen eines Infekts oder einer Entzündung auftritt, lässt in der Regel nach, wenn die Erkrankung ausgeheilt ist.
Als Komplikation können vor allem bei kleinen Kindern sogenannte Fieberkrämpfe auftreten, die in der Regel aber harmlos sind.
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Vorbeugung
Fieber: Vorbeugung
Da Fieber nur das Symptom einer Erkrankung ist, lässt sich ihm nicht gezielt vorbeugen. Allgemeine Maßnahmen zu einer gesunden Lebensweise, wie ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, ausreichend Bewegung und wenig Stress, stärken das Immunsystem und beugen so Krankheiten und speziell Infekten vor.
Vor Reisen ins Ausland ist es ratsam, sich nach Vorsichtsmaßnahmen und gegebenenfalls Impfungen gegen Fieberkrankheiten zu informieren.
Weitere Informationen
Autor: Dr. med. Martina Waitz
Datum: 01. Juni 2008
Quellen: Herold, G.: Herold Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008
Siegenthaler, W. (Hrsg.): Siegenthalers Differenzialdiagnose Innere Krankheiten – vom Symptom zur Diagnose. Thieme, Stuttgart 2005
