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Immunsystem: Aufbau Zum Immunsystem gehören spezielle Organe, Gewebe, Zellen und Substanzen, die alle zum Ziel haben, potenziell schädliche Stoffe und Erreger zu bekämpfen. Daher spricht man auch von den „Abwehrkräften“. Man unterscheidet eine angeborene, unspezifische Immunabwehr von einer spezifischen Abwehr, die sich im Laufe des Lebens entwickelt und sich gegen spezielle Fremdkörper richtet. Zum Immunsystem gehören im weitesten Sinne:
| • | Mechanische Barrieren gegen Erreger und Schadstoffe, wie zum Beispiel die Haut und Schleimhäute | | • | Abwehrzellen wie Granulozyten, Makrophagen („Fresszellen“), B-Lymphozyten, T-Lymphozyten, „Killerzellen“ | | • | Antikörper (Immunglobuline) gegen spezielle Antigene | | • | Bluteiweiße (Plasmaproteine, Komplementsystem) | | • | Interleukine/Zytokine (Botenstoffe) | Autor: Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juni 2008
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Immunsystem: Funktion Aufgabe des Immunsystems ist es, alle potenziell schädlichen Fremdstoffe und Erreger (wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten) zu bekämpfen. Wenn ein solcher Fremdstoff oder Krankheitserreger in den Körper gelangt, wird eine spezifische Immunreaktionen ausgelöst, an der mehrere Organe, Gewebe und Zellen des Immunsystems beteiligt sind. So werden unter anderem von bestimmten weißen Blutkörperchen, den B-Lymphozyten, Antikörper gebildet, die gegen den Fremdkörper (das sogenannte Antigen) gerichtet sind. Makrophagen („Fresszellen“) können den Fremdkörper aufnehmen und entfernen. T-Lymphozyten sind in der Lage, den Stoff direkt zu zerstören. Außerdem werden bestimmte Bluteiweiße und Botenstoffe aktiviert. Wenn die Abwehrkräfte geschwächt sind, ist man anfällig für Krankheiten, vor allem für Infektionen wie zum Beispiel eine Erkältung oder einen Magen-Darm-Infekt. Autor: Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juni 2008
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Immunsystem: Erkrankungen Es gibt Krankheiten, die mit einem geschwächten Abwehrsystem („Immunschwäche“) einhergehen. Hierzu zählen Infektionskrankheiten wie AIDS, das Acquired Immune Deficiency Syndrome, was übersetzt soviel bedeutet wie „Erworbenes Immundefekt-Syndrom“. Ferner gibt es angeborene Immunschwächen, sogenannte SCID (Severe Combined Immunodeficiency - „Schwerer kombinierter Immundefekt“). Das Immunsystem kann auch durch andere schwere Erkrankungen, zum Beispiel Krebserkrankungen wie Leukämien, oder eine Blutarmut (Anämie) geschwächt sein. Stress und Ernährungsfehler (Vitaminmangel, Eisenmangel) wirken sich negativ auf die Abwehrkräfte aus. Zum anderen kennt man Erkrankungen, die zu einer überschießenden und/oder unpassenden Immunreaktion führen. Bei den so genannte Autoimmunkrankheiten richtet sich das Abwehrsystem gegen körpereigene Strukturen. Dies ist zum Beispiel beim Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit) und bei der Rheumatoiden Arthritis („Rheuma“) der Fall. Bei Allergien kommt es zu einer überschießenden Abwehrreaktion auf Stoffe, die normalerweise nicht schädlich sind (wie Blüten- und Gräserpollen, bestimmte Nahrungsmittel oder Kosmetika). Eine unerwünschte Immunreaktion besteht auch bei der sogenannten Blutgruppen- und Rhesus-Unverträglichkeit nach einer Blutspende oder bei einer Schwangerschaft, sowie bei Transplantat-Abstoßungen körperfremden Gewebes nach einer Organtransplantation. Weitere Informationen Autor: Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juni 2008 Quellen: Herold, G.: Herold Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008; Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Immunologie: www.immunologie.de (Stand: 06/2008)
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