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Aids und HIV: Ursachen Unter AIDS (Aquired Immunodeficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwächesyndrom) versteht man das Endstadium einer Immunschwächekrankheit, die durch eine Infektion mit HIV (Humanes Immundefizienz-Virus, Typ I und II) verursacht wird. Nach der Ansteckung mit HIV folgt ein Latenzstadium von etwa acht bis zehn Jahren. In dieser Zeit vermehrt sich das Virus im Körper und zerstört die Zellen des Immunsystems. Es wird durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, meist beim homo- oder heterosexuellen Geschlechtsverkehr oder durch das Blut übertragen. Von infizierten Müttern auf die Kinder ist HIV ebenfalls übertragbar, während der Schwangerschaft oder danach, beispielsweise durch Muttermilch. Eine Ansteckungsgefahr über Speichel, Tränen, Schweiß oder Urin besteht in der Regel nicht, weil die Virusmenge in diesen Körperflüssigkeiten sehr gering ist. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Aids und HIV: Symptome Die Krankheitsbilder von AIDS und HIV werden in drei Kategorien eingeteilt:
| • | Nach einer Infektion mit HIV treten zunächst in der Regel keine Symptome auf. Einige Wochen später kann ein Infekt, der einer schweren Grippe ähnelt, ausbrechen. Begleitet wird er häufig von Lymphknotenschwellungen und Symptomen einer Hirnhautentzündung (Meningitis). Nach etwa zwei bis drei Wochen verschwinden die Symptome. Dies entspricht Erkrankungen der Kategorie A. Danach können mehrere Jahre keine Symptome auftreten |
| • | Von der Kategorie B spricht man, wenn Hautkrankheiten wie Pilze an den Genitalien, Gürtelrose oder Veränderungen der Mundschleimhaut auftreten. Bakterielle und Entzündungen des kleinen Beckens sowie Fieber, häufige Durchfälle und ein allgemeines Schwächegefühl gehören ebenfalls zum Krankheitsbild der Kategorie B. |
| • | Als AIDS werden Erkrankungen der Kategorie C bezeichnet. Hierzu gehören das HIV-Kachexie-Syndrom, das zu starkem Gewichtsverlust führt, schwere Herpes-Infektionen, Infektionen innerer Organe und des Zentralen Nervensystems. Dermatologische Erkrankungen der Kategorie B sowie Tumoren an Haut und Schleimhäuten zählen ebenfalls zum Krankheitsbild von AIDS. Das Kaposi-Sarkom, ein braun-bläulicher bösartiger Tumor auf Haut und Schleimhäuten sowie wiederholte Lungenentzündungen und eine Tuberkulose können ebenfalls im Rahmen von AIDS auftreten. | Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Aids und HIV: Diagnose Eine Infektion mit HIV lässt sich nur über einen Bluttest diagnostizieren. Bei den typischen Symptomen oder wenn der Verdacht auf HIV oder AIDS nahe liegt, empfiehlt sich daher ein AIDS-Test. Je früher eine Infektion diagnostiziert und mit der Behandlung begonnen wird, desto günstiger ist die Prognose. In der Regel wird der Standard-Screening-Test ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) durchgeführt. Dabei können etwa drei Monate nach der Infektion Antigene des HIV Typ I und II im Blut nachgewiesen werden. Die Genauigkeit eines solchen Tests beträgt 99,5 Prozent. Der Western-Blot wird als Bestätigungstest durchgeführt. Ist auch er positiv, gilt die HIV-Diagnose als gesichert. Bei einem negativen Western-Blot-Test ist eine HIV-Infektion ausgeschlossen. In Einzelfällen wird ein direkter HIV-Test oder der Nachweis des p24-Antigens durchgeführt. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Aids und HIV: Behandlung Vor Beginn der HIV-Behandlung ist eine umfassende Aufklärung über die Krankheit maßgeblich. Hierfür empfehlen sich spezialisierte Behandlungszentren, die es mittlerweile in allen größeren Städten gibt. Die Therapie konzentriert sich darauf, die Krankheitssymptome zu mindern und den Ausbruch von AIDS so lange wie möglich hinauszuzögern. So genannte antiretrovirale Medikamente hemmen die Virusvermehrung und verzögern dadurch die HIV-assoziierten Erkrankungen. Man unterscheidet sogenannte Transkriptase-Blocker, Protease- und Eintritt-Inhibitoren. Weil das HI-Virus sich verändern (mutieren) kann, besteht bei der Einnahme von antiretroviralen Medikamenten das Risiko, dass sie irgendwann nicht mehr wirken (Resistenzentwicklung). Außerdem sind Nebenwirkungen möglich, wie zum Beispiel der Verlust des Unterhautfettgewebes (Lipodystrophie) und das Risiko, einen Diabetes mellitus zu entwickeln. Die Erkrankungen, die im Rahmen von HIV und AIDS auftreten, werden in der Regel konservativ behandelt. So sind beispielsweise Antibiotika bei bakteriellen Lungenentzündungen wichtig. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Aids und HIV: Prognose Durch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten haben HIV-Infizierte heute ab dem Zeitpunkt der Ansteckung eine Lebenserwartung von durchschnittlich zwölf Jahren. Voraussetzung ist der frühzeitige Beginn der Behandlung und die richtige medikamentöse Therapie. Die Erstinfektion dauert drei Monate, auf die Latenzzeit entfallen durchschnittlich zehn Jahre. Etwa in den letzten zwei Jahren tritt das Krankheitsstadium C (AIDS) auf. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008
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Aids und HIV: Vorbeugung Der Gebrauch von Kondomen beim Geschlechtsverkehr bietet die sicherste Vorbeugung gegen eine Ansteckung mit HIV. Blutspenden werden heutzutage auf HIV getestet und es besteht so gut wie keine Gefahr sich hierdurch zu infizieren. Wer sicher gehen möchte, kann vor geplanten Operationen Eigenblut spenden. Drogenabhängige sollten keine gemeinsamen Nadeln benutzen. Weitere Informationen Das Projekt Information e.V. bietet Informationen von Betroffenen für Betroffene Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.gib-aids-keine-chance.de Online-Informationen der Deutschen Aidshilfe Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Quellen: Leitlinien der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) und der Österreichischen AIDS-Gesellschaft (ÖAG) in Abstimmung mit weiteren Fachgesellschaften: Antiretrovirale Therapie der HIV-Infektion. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 055/001 (Stand: 06/2005) Online-Informationen des Robert Koch Institut: www.rki.de (Stand: 11/2007) Piper, W.: Innere Medizin. Springer Medizin Verlag, 2007 Rassner, G. (Hrsg.): Dermatologie. Elsevier, München 2007
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