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Alzheimer: Ursachen Alzheimer, auch Alzheimer-Krankheit oder Morbus Alzheimer, ist eine der häufigsten Demenzformen. Eine Demenz bezeichnet den fortschreitenden Verlust von sogenannten kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Sprechen. Etwa zwei Drittel der Demenzkranken in Deutschland sind von Alzheimer betroffen. Die meisten sind über 65 Jahre alt, wobei die Tendenz eher zu einem früheren Krankheitsbeginn neigt. Ursache für Alzheimer ist der Verlust von Nervenzellen in der Hirnrinde und in tieferen Hirnstrukturen. Dies führt zu einer Schrumpfung des Gehirns. Die Erkrankung tritt meistens spontan auf. In wenigen Fällen können genetische Ursachen nachgewiesen werden, die sind aber fast nie allein für das Auftreten der Erkrankung verantwortlich. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz, Cand. med. Susanne Günther Datum: 08. Oktober 2009
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Alzheimer: Symptome Die Symptome von Alzheimer werden häufig erst relativ spät bemerkt - die Krankheit beginnt langsam und verläuft schleichend. Anzeichen für die Demenz, die sich schon früh bemerkbar machen, sind Gedächtnisschwäche, vor allem für neue Inhalte, und Störungen in der räumlichen Orientierung. Auch Depressionen, erhöhte Reizbarkeit und Unruhe können Begleitsymptome von Alzheimer sein. Alltagssituationen werden zunehmend schlechter bewältigt, wobei Persönlichkeit und soziale Fähigkeiten zunächst davon unberührt bleiben. Hat sich Alzheimer bereits manifestiert, verstärken sich die Gedächtnisstörungen. Zuerst wird das Kurzzeitgedächtnis schlechter, später auch das Langzeitgedächtnis und die Erinnerungen an die eigene Biografie. Es treten zunehmend Sprachstörungen auf und das Verhalten und die Persönlichkeit verändern sich. Im fortgeschrittenen Stadium nimmt die Hirnleistung weiter ab, es kommt zu Störungen im Kommunikationsverhalten und zum Abbruch sozialer Kontakte. Bettlägerigkeit und Inkontinenz sind Folgen im Spätstadium von Alzheimer. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz, Cand. med. Susanne Günther Datum: 08. Oktober 2009
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Alzheimer: Diagnose Bei mindestens zwei der typischen Symptome liegt der Verdacht auf Alzheimer nahe. Die Diagnose Alzheimer kann auch schon anhand der Krankheitsgeschichte und einer ausführlichen körperlichen Untersuchung erfolgen. Die Minderung des Hirnvolumens lässt sich gegebenenfalls durch bildgebende Verfahren sichtbar machen. Bei einer Computertomografie (CT) oder einer Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) werden dreidimensionale Aufnahmen des Gehirns erzeugt. Im Frühstadium von Alzheimer ist der Verlust des Hirnvolumens jedoch häufig noch nicht sichtbar. Um andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen, können weitere Untersuchungen notwendig sein, zum Beispiel Blut-Untersuchungen oder eine Hirnwasser-Untersuchung (Ausschlussdiagnose). Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz, Cand. med. Susanne Günther Datum: 08. Oktober 2009
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Alzheimer: Behandlung Die Therapie von Alzheimer konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Demenz zu verlangsamen.
| • | Meist werden bei Alzheimer sogenannte Antidementiva und Nootropika verabreicht. Sie steigern die Leistungsfähigkeit des Gehirns und bewirken ein langsameres Fortschreiten der Alzheimer-Symptome. Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Störungen und Kopfschmerzen sind mögliche Nebenwirkungen der Antidementiva. |
| • | Antidepressiva und Neuroleptika eignen sich ebenfalls zur Behandlung von Alzheimer, sie wirken vordergründig Depressionen und Verhaltensstörungen entgegen. Unerwünschte Begleitwirkungen von Antidepressiva sind Magen-Darm-Störungen, allgemeine Unlust und Schlafstörungen, sie lassen jedoch nach einiger Zeit nach. |
| • | Die nicht-medikamentöse Behandlung von Alzheimer schließt verschiedene Arten von Psychotherapie, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie ein. Wichtig ist, auch die Angehörigen und engen Vertrauten mit in die Behandlung einzubeziehen. Es empfiehlt sich bei allen Therapieformen eine genaue Abwägung von Nutzen und Risiko, da die Behandlung schnell überfordern und somit frustrierend und als Rückschritt empfunden werden kann. | Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz, Cand. med. Susanne Günther Datum: 08. Oktober 2009
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Alzheimer: Prognose Zwar ist Alzheimer nicht heilbar, mit einer angemessenen und möglichst frühzeitigen Therapie lässt sich das Fortschreiten der Krankheit aber verlangsamen. Da ab einem bestimmten Stadium eine Betreuung notwendig wird, sind Angehörige verstärkt eingebunden. Da dies auch psychische Belastungen mit sich bringt, kann der Austausch mit anderen Angehörigen, beispielsweise in einer Selbsthilfegruppe für Alzheimer-Angehörige, sinnvoll sein. Ambulante Pflegedienste und Heime entlasten Angehörige zusätzlich. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz, Cand. med. Susanne Günther Datum: 08. Oktober 2009
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Alzheimer: Vorbeugung Da man die genaue Ursache der Demenz nicht kennt, ist es nicht möglich, Alzheimer gezielt vorzubeugen. Ein aktiver Lebensstil mit sozialen Kontakten sowie geistiger und körperlicher Beanspruchung mindert generell das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Vor allem mit zunehmendem Alter gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung. Empfehlenswert ist auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, Bewegung an der frischen Luft und der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholgenuss. Weitere Informationen Wichtige Infos zu dem Thema erhalten Sie auch bei Alzheimerinfo und bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Mai 2008 Überarbeitet: 08. Oktober 2009, Cand. med. Susanne Günther Quellen: Klingelhöfer, J., Rentrop, M.: Neurologie, Psychiatrie. Urban & Fischer, München 2003 Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Diagnostik degenerativer Demenzen (Morbus Alzheimer, Frontotemporale Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 030/029 (Stand: 10/2005) Online-Informationen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. (Stand: 04/2008); Hans Förstel: Das Anti-Alzheimer Buch, Kösel 2009; Stiftung Warentest (Hrsg.): Demenz. Hilfe für Betroffene und Angehörige. Stiftung Warentest, Berlin 2006
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Alzheimer;Demenz;kognitiven Fähigkeiten;Gedächtnisstörungen;Hirnwasser-Untersuchung;MRT;CT |
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