Abnehmen
Abnehmen
Abnehmen funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip: Man führt dem Organismus entweder weniger Kalorien zu, als er benötigt, oder verbraucht durch Bewegung mehr Energie als er zuvor aufgenommen hat. Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, weniger zu essen, anstatt sich mehr zu bewegen.
Doch Diät ist nicht gleich Diät. Bei einseitigen Programmen, die auf einen möglichst großen Gewichtsverlust in wenigen Wochen oder gar Tagen setzen, droht der berüchtigte Jo-Jo-Effekt. Wenn der Körper deutlich weniger Kalorien zugeführt bekommt, schaltet der Stoffwechsel auf ein Sparprogramm um. Ist die Zeit der schmalen Kost vorbei, ändert sich das wieder und die Fettdepots werden so schnell wie möglich gefüllt.
Diäten, die eine ausgewogene Ernährungsweise propagieren, bieten eher den Einstieg in eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Eine gesunde Ernährungsweise ist weniger kompliziert als viele denken und lässt sich mit zwei einfachen Regeln zusammen fassen:
• Bedarfsgerecht essen (nicht zu wenig, nicht zu viel)
• Abwechslungsreich ernähren
Autor: Annegret Steinkamp
Datum: 24. Juni 2009
Psyche
Hunger und Psyche
Um den Gesamtenergieumsatz zu regulieren, helfen zwei komplexe psycho-physiologische Mechanismen: Hunger und Sättigung. Hunger spürt man, wenn die Energiereserven nach etwa drei, vier Stunden ohne Nahrung langsam zur Neige gehen. Dann fällt der Blutzuckerspiegel, Botenstoffe im Gehirn wecken das Verlangen zu essen. Das Sättigungs-Signal wird ähnlich gesteuert, ist aber bei weitem nicht so stark wie sein Gegenpart, der Hunger.
Bei Übergewicht gerät dieses Zusammenspiel ins Ungleichgewicht. Essen wird zum Mittel gegen Frust und Langeweile. Eine große Rolle spielt auch die Erziehung: Wer in jungen Jahren immer seinen Teller leer essen musste, behält das häufig auch als Erwachsener bei.
Strenge Verbote, wie sie die meisten Diäten festlegen, führen direkt in den Teufelskreis des Verlangens. Ernährungspsychologen empfehlen flexible Kontrolle. Wenn man mal zu viel genascht hat, sollte man an anderer Stelle wieder einsparen oder eine Stunde stramm spazieren gehen. Hauptsache, am Ende der Woche stimmt die Energiebilanz.
Autor: Annegret Steinkamp
Datum: 24. Juni 2009
Gewicht halten
Gewicht halten
Neben der Ernährungsumstellung ist Sport sehr wichtig, denn er verhindert Muskelabbau und setzt Energie dort frei, wo es erwünscht ist – in den Fettreserven. Optimal ist eine Kombination von Ausdauersport für die Kondition und ein gestärktes Herz-Kreislauf-System sowie Kraftsport zur Bildung von Muskeln und für eine effektivere Fettverbrennung. Wer sich mehr bewegt, erhöht auf Dauer den Energieumsatz des Körpers.
Auch Stressabbau spielt bei der Ernährungsumstellung eine große Rolle. Wer sein Stressniveau niedrig hält, muss weniger durch Essen kompensieren. Zudem wird der bei Übergewichtigen häufig bereits gestörte Stoffwechsel entlastet.
Ganz wichtig sind realistische Ziele. Die meisten Menschen wollen zu viel auf einmal. Im Grunde sollte man sich zum Abnehmen genauso viel Zeit lassen, wie es gedauert hat, die zusätzliche Körperfülle zuzulegen. Das wichtigste ist erst einmal, den Prozess umzukehren. Jedes einzelne Kilogramm, das man nicht weiter zunimmt, ist schon ein Erfolg. Und jedes Kilogramm, das man losgeworden ist, erst recht. Mehr als ein Kilogramm pro Monat ist nicht erstrebenswert, damit der Erfolg von Dauer ist.
Tipps und Trick zum Abnehmen finden Sie bei freundin.de
Weitere Informationen
Autor: Annegret Steinkamp
Datum: 15. Dezember 2008
Überarbeitet: 24. Juni 2009
Quellen: Daniel, H.; Rehner, G.: Biochemie der Ernährung. Spektrum Lehrbuch, Heidelberg 2002
Helberg, D.; Wilke, J.: Die neue Fit for Fun Diät. Südwest, München 2001
