Werbebanner
Anzeige
Werbebanner


Definition

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Definition

Die Traditionelle Chinesische Medizin, auch unter der Abkürzung TCM bekannt, bezeichnet alternative Heilverfahren, die aus der alten chinesischen Heilkunst bestehen. Sie beruht auf der Annahme, dass der Mensch Teil des Kosmos ist. Die Lebenskraft, das Qi, steht dabei im Mittelpunkt der geistigen und körperlichen Gesundheit. Das Qi fließt auf bestimmten Bahnen (Meridianen) im Körper. Jedes Organ beziehungsweise Organsystem ist einem Meridian zugeordnet.

 

Krankheiten und Störungen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin hauptsächlich auf innere und äußere Ursachen zurückgeführt. Treten hier Störungen auf, geht man davon aus, dass der Fluss des Qi gestört ist. Die Behandlung besteht nun darin, die Blockade des Qi zu lösen, es wieder aufzufüllen oder ein Zuviel abzubauen.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Durchführung

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Durchführung

Weil die Traditionelle Chinesische Medizin aus verschiedenen Behandlungsformen besteht, gibt es nicht „die“ TCM-Therapie. Die Anwendung der TCM beginnt mit der Diagnostik, die aus einer Befragung, ähnlich der Anamnese in der klassischen Schulmedizin, einer Untersuchung der Zunge und einer Puls-Untersuchung besteht. Je nach Krankheit gibt es zahlreiche Verfahren, die für die Behandlung infrage kommen, von denen einige besonders im Westen beliebt sind:

 

  • Akupunktur: Um Störungen des Qi direkt auf den Meridianen zu beheben, werden kleine Nadeln auf bestimmten festgelegten Punkten des Körpers in die Haut gestochen. Nach einigen Sitzungen sollen erste Verbesserungen der Beschwerden eintreten. Die Akupunktur ist die in Europa am weitesten verbreitete Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin.

 

  • Moxibustion: Auch die Moxibustion bedient sich der Annahme, dass an bestimmten Körperstellen der Fluss des Qi wieder reguliert werden kann. Statt Nadelstichen wird an diesen Punkten Beifußkraut in kleinen Behältern verbrannt.

 

  • Chinesische Arzneimitteltherapie: Diese Form ist die in China am weitesten verbreitete Therapie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Heilpflanzen und tierische oder mineralische Bestandteile lassen sich zu Tee, Umschlägen, Salben oder Pulver verarbeiten und helfen gegen eine Vielzahl von Krankheiten.

 

  • Tuina: Ähnlich wie die westliche Massagetechnik beruht Tuina auf der Annahme, dass sich die Lockerung von bestimmten Punkten und Regionen des Körpers positiv auswirkt.

 

  • Diätetik: Da die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf die Lebensenergie Qi hat, ist häufig auch deren Umstellung Teil der Behandlung nach Traditioneller Chinesischer Medizin.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Anwendung

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Anwendung

In den westlichen Industrieländern wird die Traditionelle Chinesische Medizin überwiegend bei chronischen Leiden eingesetzt. Vor allem Schmerzen lassen sich nachweislich zumindest lindern. Auch bei Stresskrankheiten hat sich TCM bewährt. Immer häufiger werden auch funktionelle Störungen behandelt. 

 

Grundsätzlich eignet sich die Traditionelle Chinesische Medizin zur Behandlung aller Krankheiten. In vielen Fällen kann mit ihrer Hilfe eine Verminderung der Beschwerden erreicht werden. TCM kommt in Deutschland häufig unterstützend zu schulmedizinischen Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel die Akupunktur bei Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Risiken

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Risiken

Wie viele alternative Behandlungsmethoden ist die Traditionelle Chinesische Medizin ein relativ risikoarmes Verfahren. Trotzdem ist es ratsam, sie von einem in TCM ausgebildeten Arzt durchführen zu lassen. Besonders die Anwendung von Heilpflanzen und Heilstoffen verläuft nicht immer ohne Nebenwirkungen. 

 

Für viele TCM-Verfahren gibt es hierzulande keinen wissenschaftlich gesicherten Wirkungsnachweis. Die Kosten für die Behandlungen müssen daher in der Regel selbst getragen werden. Eine Ausnahme bildet beispielsweise die Akupunktur bei bestimmten Rückenschmerzen.

 

 

Weitere Informationen

 

Wichtige Infos rund um das Thema finden Sie auch bei der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. 

 

Und bei der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin e.V. 

 

Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. Juli 2008

Quellen: Online-Informationen der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin e.V. (SMS): www.tcm.edu (Stand: 06/2008)

Pschyrembel: Naturheilkunde und alternative Heilverfahren. de Gruyter, Berlin 2006

Stiftung Warentest: Die Andere Medizin. „Alternative“ Heilmethoden für Sie bewertet. Stiftung Warentest, Berlin 2005

Traditionelle Chinesische Medizin;TCM;Alternative Medizin;alternative Heilmethode;chinesische Medizin