Ursachen
Nahrungsmittelallergie: Ursachen
Bei der Nahrungsmittelallergie besteht eine gewisse Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln oder deren Bestandteile. Am häufigsten sind Allergien gegen Kuhmilch, Hühnereiweiß, Soja, Obst, Nüsse, Fisch und Meeresfrüchte.
Zusätzlich unterscheidet man noch sogenannte Pseudoallergien. Dabei handelt es sich um Unverträglichkeiten gegenüber Glutamat oder Konservierungsstoffen. Diese äußern sich in ähnlicher Weise, beruhen aber auf einem anderen Entstehungsmechanismus.
Autor:Cand. med. Susanne Günther
Datum:18. Februar 2009
Symptome
Nahrungsmittelallergie: Symptome
Die Symptome sind sehr vielfältig und können ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Besonders oft zeigen sich die allergischen Reaktionen jedoch in der direkten Umgebung (Mund, Schleimhaut) und in Bezug auf den Verdauungstrakt. Mögliche Symptome können sein:
- Kribbeln, Schwellung der Mundschleimhaut
- Kopfschmerzen
- Ödeme, Quaddelbildung, Juckreiz
- Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Durchfall
- Luftnot, Fließschnupfen
Nahrungsmittelallergene können auch einen lebensbedrohlichen Anaphylaktischen Schock auslösen.
Autor: Cand. med. Susanne Günther
Datum: 18. Februar 2009
Diagnose
Nahrungsmittelallergie: Diagnose
Eine ausführliche Allergietestung durch Antikörperbestimmung im Blut und dem Prick-Test, ist wie bei allen Allergien wichtig. Ein besonderes Instrument ist hier die Eliminationsdiät mit strukturiertem Kostaufbau. Treten die Symptome nach einer siebentägigen allergenarmen Basiskost immer noch auf, ist eine Nahrungsmittelallergie sehr unwahrscheinlich.
Durch stufenweises Zuführen von einzelnen Lebensmitteln kann das Allergen oft bestimmt werden.
Autor: Cand. med. Susanne Günther
Datum: 18. Februar 2009
Behandlung
Nahrungsmittelallergie: Behandlung
Die Therapie besteht vor allem in der Vermeidung der Nahrungsmittel und/oder Inhaltsstoffe, die die Allergie auslösen, sowie in einer Ernährungsberatung. Zusätzlich können folgende Tipps sehr sinnvoll sein:
- Vermeiden von Fertigprodukten - sie enthalten sehr viele Zusatzstoffe
- Lebensmittellisten erstellen, von Produkten, die gut vertragen werden
- Vorsicht bei exotischen Früchten und Fruchtsäften
- Vermeiden von Gewürzmischungen
- Vorsicht bei histaminreicher Kost wie Käse, Rotwein, Thunfisch oder Schokolade
Autor: Cand. med. Susanne Günther
Datum: 18. Februar 2009
Prognose
Nahrungsmittelallergie: Prognose
Werden die allergieauslösenden Nahrungsmittel und/oder Inhaltsstoffe gemieden, sind Folgeprobleme nicht zu befürchten. Nach jahrelanger Allergenkarenz kann es sogar bei bis zu 30 Prozent zum Verschwinden der Allergie kommen.
Bei Kindern sind die Prognosen noch besser, bei über 50 Prozent der Kinder verliert sich die Allergie.
Autor: Cand. med. Susanne Günther
Datum: 18. Februar 2009
Vorbeugung
Nahrungsmittelallergie: Vorbeugung
Auch hier kann eine genetische Veranlagung zur Ausprägung einer Nahrungsmittelallergie beitragen. Daher ist es wichtig Neugeborene in allergisch vorbelasteten Familien intensiv vor Kontakt mit Allergenen zu schützen. Das geschieht zum Beispiel durch folgende Maßnahmen:
- Keine Haustiere
- Nicht Rauchen
- Stillzeit von möglichst sechs Monaten
- Verwendung hypoallergener Säuglingsnahrung, sogenannter HA-Nahrung
Bei Säuglingen sollte allgemein auf einen langsamen Kostaufbau, nicht vor dem fünften Lebensmonat, geachtet werden. Am besten ist es, nur ein neues Lebensmittel pro Woche in den Speiseplan des Kindes aufzunehmen, da sich so besser feststellen lässt, ob bestimmte Lebensmittel nicht vertragen werden.
Weitere Informationen
Autor: Cand. med. Susanne Günther
Datum: 18. Februar 2009
Quellen: Böcker, W.; Denk, H.; Heitz, P.U.: Pathologie. Urban & Fischer, München 2004
Terhorst, D.: BASICS-Dermatologie. Urban & Fischer, München 2005
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008
Karow, T.; Lang, R.: Pharmakologie und Toxikologie. Selbstverlag, Pulheim 2008
