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Ursachen

Asthma: Ursachen

Asthma bronchiale (kurz Asthma) ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Es kommt zu wiederholten Anfällen von Luftnot, Husten und Kurzatmigkeit. 

 

Beim Asthma sind die Schleimhäute der Bronchien entzündet und reagieren auf verschiedene Stoffe überempfindlich. Reizstoffe, die einen Asthma-Anfall auslösen und die Erkrankung verstärken können, sind zum Beispiel Blütenpollen, Hausstaub oder Tierhaare, aber auch Faktoren wie Kälte, Sport oder Medikamente.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

 

Symptome

Asthma: Symptome

Typische Symptome bei Asthma bronchiale sind:

 

  • anfallsweise auftretende Luftnot
  • vor allem Schwierigkeit auszuatmen (durch die Verengung der Atemwege)
  • charakteristisches Atemgeräusch mit Pfeifen, Brummen und Giemen
  • zäher, glasiger Schleim, der sich nur schwer abhusten lässt
  • trockener Hustenreiz

  

Asthma kann in jedem Alter vorkommen. Rund fünf Prozent der Erwachsenen und bis zu zehn Prozent der Kinder leiden in Deutschland daran. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Diagnose

Asthma: Diagnose

Wenn der Verdacht auf Asthma bronchiale besteht, werden in der Regel folgende Untersuchungen durchgeführt:

 

  • Körperliche Untersuchung mit Abklopfen und Abhören der Lunge
  • Lungenfunktionsprüfung (LuFu, Spirometrie) zur Bestimmung des Funktionszustands der Lunge
  • Blut-Untersuchungen
  • Röntgen-Untersuchung der Lunge
  • Allergietest, um allergisches Asthma festzustellen

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Behandlung

Asthma: Behandlung

Mit Medikamenten kann man die Anfälle bekämpfen, die Erkrankung unter Kontrolle halten und den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Die Deutsche Atemwegs-Liga empfiehlt eine so genannte Vier-Stufen-Therapie des Asthmas. Art und Dosis der Medikamente richten sich dabei nach der Schwere der Erkrankung. Vereinfacht gesagt, bedeutet dies: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Die Medikamente können inhaliert („Asthma-Spray“), als Tablette eingenommen oder durch den Arzt in die Vene verabreicht werden.

 

Die Behandlung von Asthma hat im Wesentlichen zwei Ziele:

 

  • die Hemmung der Entzündung, zum Beispiel mit Kortison
  • die Erweiterung der Atemwege (Bronchodilatation), zum Beispiel. mit sogenannten Beta-2-Sympathomimetika, Theophyllin und Parasymaptholytika (Anticholinergika)

 

Außerdem können bei Asthma sinnvoll sein:

 

  • Schleimlösung mit Schleim lösenden Mitteln und Maßnahmen
  • Bekämpfung von Infekten, zum Beispiel mit Antibiotika
  • gegebenfalls Hyposensibilisierung bei allergischem Asthma
  • allgemeine Maßnahmen, wie das Meiden von reizauslösenden Stoffen

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Prognose

Asthma: Prognose

Bei Kindern heilt Asthma bronchiale in über 50 Prozent der Fälle aus. 

 

Bei rund 40 Prozent der erwachsenen Asthmatiker bessern sich die Beschwerden unter konsequenter Therapie zwar deutlich, aber nur etwa 20 Prozent werden von ihrer Erkrankung vollständig geheilt. Studien haben gezeigt, dass die Behandlung mit inhalativem Kortison die Prognose bei Asthma deutlich verbessert.

 

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Vorbeugung

Asthma: Vorbeugung

Was jeder Asthmatiker selbst tun kann:

 

  • Die den Asthma-Anfall auslösenden Stoffe meiden, zum Beispiel auf Haustiere und Zimmerpflanzen verzichten oder sich nicht in Pollenfluggebieten aufhalten
  • Nichtrauchen
  • Sich regelmäßig moderat körperlich bewegen (zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Laufen)
  • Sich nicht körperlich oder seelisch überanstrengen
  • Atemgymnastik erlernen, denn bestimmte Atemtechniken können die Atemnot im Asthma-Anfall lindern (den Arzt fragen)
  • Mit einem Peakflow-Gerät regelmäßig seine maximale Ausatem-Geschwindigkeit messen (den Arzt fragen)
  • Sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen
  • Die Medikamente wie verordnet einnehmen

 

 

Weitere Informationen

 

Autor: Dr. med. Martina Waitz

Datum: 01. April 2008

Quellen: Atemwegsliga (Stand: 02/2008).

Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2008

Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

Atemnot;Allergien;Lungenfunktion;Anfall von Luftnot;Kurzatmigkeit;Hausstaub;Tierhaare;Atemwege;Asthma;Asthma bronchiale;chronische Erkrankung;Spirometrie;Asthmaspray;Hyposensibilisierung