|


 |
 |
 |  |  |
| |
|
 |
|
|
|
|
|
Kräuter & Gewürze Aloe Vera Wohltuend ...mehr
|
|
|
 |
 |
 |
|
|
 |  |  |  |  |
|
|
 |
|
 |
|
 |
 |
|
 |
 |
Ursachen Das menschliche Immunsystem dient der Abwehr von körperfremden Substanzen und Erregern wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten. Wenn das Immunsystem auch körpereigenes Gewebe fälschlicherweise als fremd ansieht und daher eine überschießende Immunreaktion gegen dieses Gewebe herbeiführt, spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Durch die Immunreaktion wird ein Entzündungsprozess in Gang gesetzt, der die Funktion des betroffenen Gewebes schädigt. Die Krankheitsauslösenden Mechanismen der Autoimmunerkrankungen sind noch nicht endgültig aufgeklärt. Man geht aber davon aus, dass Autoimmunerkrankungen vor allem durch die Kombination von ererbter Bereitschaft (sogenannte genetischer Prädisposition) und bestimmten äußeren Einflüssen entstehen. Hierzu zählt man zum Beispiel Infektionen mit Viren oder Bakterien, Umweltbelastungen oder Medikamente. In solchen Fällen kann es passieren, dass das Immunsystem aufgrund von Ähnlichkeiten zwischen den fremden und körpereigenen Substanzen eine Reaktion gegen körpereigenes Gewebe hervorruft. Ein Erbgang konnte für Autoimmunerkrankungen zwar bisher nicht nachgewiesen werden, allerdings gibt die familiäre Häufung Hinweise auf genetische Faktoren. So erkranken Geschwister von Betroffenen wesentlich häufiger an Autoimmunerkrankungen als der Rest der Bevölkerung. Darüber hinaus können Stress, Schwangerschaften oder Hormone die Entstehung und den Verlauf von Autoimmunerkrankungen beeinflussen. Symptome Autoimmunerkrankungen können jedes Organ und jedes Gewebe betreffen. Häufig äußern sich Immunerkrankungen über den Funktionsausfall des betroffenen Gewebes. Die genauen Symptome hängen von der Art der Erkrankung ab. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen organspezifischen und systemischen Autoimmunerkrankungen. Bei einer organspezifischen Autoimmunerkrankung treten Krankheitssymptome des entsprechenden Organsystems in den Vordergrund, während bei systemischen Autoimmunerkrankungen mehrere Organe betroffen sein können. Beispiele für Autoimmunerkrankungen und das betroffene Organ sind:
|
zur nächsten Seite (Behandlung)
 |
 |
Diagnose Die Symptome und die Blutwerte können einen ersten Hinweis auf eine Autoimmunerkrankung geben. Zudem finden sich häufig erhöhte Entzündungswerte im Blut. Als unspezifischer Suchtest für eine Autoimmunerkrankung kann der Nachweis sogenannter Antinukleärer Antikörper (ANA) wertvoll sein. Die Diagnose kann bei vielen Autoimmunerkrankungen durch den Nachweis spezieller, für die jeweilige Krankheit typischer Autoantikörper oder Immunkomplexe gestellt werden. Diese lassen sich in der sogenannten Immunfluoreszenz spezifisch anfärben. Weitere Blutuntersuchungen können die Diagnose einer Autoimmunerkrankung unter Umständen erhärten. Behandlung Eine ursächliche Behandlung von Autoimmunerkrankungen ist bisher nicht möglich. Die Dämpfung des Immunsystems zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr ist daher bei vielen Autoimmunerkrankungen das vorrangige Therapieziel. Verschiedene Substanzen kommen dafür infrage, je nach Erkrankung eventuell auch in Kombination. Häufig bei Autoimmunerkrankungen eingesetzte Medikamente sind:
| • | Kortison | | • | Immunsuppressiva und Zytostatika (Methotrexat, Azathioprin, Cyclophosphamid, Cyclosporin A) | | • | Nicht-steroidale Antiphlogistika (zum Beispiel Azulfidine) | Die Stammzell-Transplantation stellt bei einigen systemischen Autoimmunerkrankungen eine Therapieoption dar. Ziel dieser Methode ist es, das Immunsystem praktisch „neu zu starten“. Neben der Unterdrückung der Immunreaktion ist es außerdem sehr wichtig, gegebenenfalls den Funktionsverlust des betroffenen Gewebes auszugleichen (zum Beispiel Hormonsubstitution bei Schilddrüsen- oder Nebennierenbeteiligung).
|
zur nächsten Seite (Vorbeugung)
 |
 |
Prognose Die Prognose der Autoimmunerkrankungen hängt stark vom betroffenen Organsystem und dem Zeitpunkt der Diagnosestellung ab. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser ist in vielen Fällen die Prognose. Organspezifische Autoimmunerkrankungen lassen sich durch symptomatische Therapie häufig gut behandeln und gehen nicht immer mit einer Verringerung der Lebensqualität einher. Allerdings gibt es Ausnahmen wie zum Beispiel die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. Die Prognose der systemischen Autoimmunerkrankungen wird von der Art des Organbefalls und der Aktivität der Erkrankung bestimmt. Sie ist meist sehr ernst, wenn es zum Befall des Zentralen Nervensystems oder der Nieren kommt. Prävention Da bei Betroffenen meist eine genetische Prädisposition für Autoimmunerkrankungen vorhanden ist, ist eine Vorbeugung nicht möglich. Es empfiehlt sich aber grundsätzlich, durch eine gesunde Lebensweise (ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse, viel Bewegung, wenig Stress) das Immunsystem zu stärken. Weitere Informationen Deutsche Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen e.V. Autor: Cand. med. Maximilian Eckerland, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008 Quellen: Ferencik, M., Rovensky, J., et al.: Kommpendium der Immunologie, Springer, Wien 2006 Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Autoimmunerkrankungen Siegenthaler, W., Blum, H.: Klinische Pathophysiologie. Thieme, Stuttgart 2006
|
|
|
 |
 |
|
 |
|
 |
 |
Autoimmunerkrankung;Immunsystem;Colitis ulcerosa;Morbus Crohn;Multiple Sklerose;Diabetes Typ 1;Hashimoto Thyreoditis;Morbus Bechterew;Stammzelltransplantation |
|

 |
 |
 |  |  |
|
 |
 |
 |
FOCUS GESUNDHEIT sendet auf folgenden Plattformen:.
|
 |
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |

 


 |
 |
 |  |  |
| |
|
 |
|
|
|
|
|
Anzeige: Neue CD Zeit für mich So starten Sie positiv in den Tag ...mehr
|
|
|
 |
 |
 |
|
|