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Outdoor- Sport im Winter Kälte, Eis und Schnee – passionierte Läufer lassen sich selbst dadurch nicht von ihrem Training abhalten. Andere wiederum setzen bei unangenehmen Witterungsverhältnissen keinen Fuß vor die Tür oder nutzen dies als willkommenen Anlass, um auf die sonst mit großer Überwindung verbundene Betätigung im Freien zu verzichten. In unseren Breitengraden gibt es prinzipiell keine Temperaturgrenze, ab der von sportlicher Betätigung draußen abgeraten wird. Dennoch bergen die klimatischen Bedingungen im Winter besondere Gefahren, wie Unterkühlung, Erkältung und Stürze. Wer in der kalten Jahreszeit nicht auf Aktivitäten im Freien verzichten will, sollte deshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachten, damit die Freude an der frischen Luft nicht getrübt wird. Sport im Winter: Thermoregulation Die Erhaltung einer konstanten Kerntemperatur ist für den Organismus lebensnotwenig. Der Mechanismus der sogenannten Thermoregulation sorgt dafür, dass im Körperkern (Kopf und Rumpf) auch unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen immer eine Temperatur zwischen 35,2 bis 37,4° C vorherrscht. Bei niedrigen Temperaturen besteht zwischen Körperkern, Extremitäten (Arme und Beine) und Haut oft ein erheblicher Unterschied. Durch das Zusammenziehen der Blutgefäße (Vasokonstriktion) versucht der Organismus nämlich, die Wärmeabgabe über die Haut zu minimieren, um die Funktionstüchtigkeit der lebensnotwendigen inneren Organe aufrecht zu erhalten. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass man bei Kälte insbesondere an Füßen und Händen bzw. Zehen und Fingerspitzen zuerst friert. Bei einer Außentemperatur von weniger als 1° C können vor allem an exponierten Stellen wie dem Gesicht und den Händen Erfrierungserscheinungen von unterschiedlichen Schweregraden auftreten. In diesem Fall müssen die betroffenen Körperteile schnell wieder aufgewärmt werden, zum Beispiel durch schnelles Auf- und Zumachen der Hände bzw. Auf- und Abwippen mit den Füßen. Es hilft auch, die Hände in warme Körperregionen wie unter die Achselhöhlen zu stecken oder warmes Wasser (circa 40 bis maximal 42° C) darüber laufen zu lassen. Ein schnelles Aneinanderreiben der kalten Körperteile ist jedoch auf jeden Fall zu vermeiden, da das Gewebe dadurch (noch mehr) geschädigt werden könnte. Autor: Carolin Kopp Datum: 01. Dezember 2009
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Sport im Winter: Atemwege Um zu verhindern, dass die kalte Luft Atemwege und Schleimhäute allzu sehr reizt und somit das Risiko für Erkältungskrankheiten erhöht, ist es außerdem ratsam, möglichst auch bei erhöhter körperlicher Belastung durch die Nase einzuatmen. Die Nasenhärchen sorgen auf diese Weise für eine Erwärmung der kalten Luft bevor sie in die Bronchien gelangt. Ist es nicht möglich, ausschließlich durch die Nase zu atmen, empfiehlt sich das Tragen eines luftdurchlässigen Tuches vor dem Mund. Personen mit chronischen Atemwegsbeschwerden müssen besonders vorsichtig sein, da kalte Luft in Verbindung mit körperlicher Belastung bei entsprechender Vorerkrankung leicht einen Asthmaanfall auslösen kann. Autor: Carolin Kopp Datum: 01. Dezember 2009
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Sport im Winter: Kleidung Um Unterkühlung und Körpernässe durch Schwitzen oder Nässe von außen zu verhindern kommt der Sportkleidung eine besondere Bedeutung zu. Es gibt spezielle Funktionskleidung, die witterungsfest, warm und zugleich luftdurchlässig ist und so für eine optimale Körpertemperatur sorgt. Außerdem empfiehlt sich eine Ankleidung nach dem so genannten „Zwiebelprinzip“, das heißt mehrere Schichten übereinander zu ziehen, in denen sich Luft- und somit Wärmepolster bilden. Des Weiteren sollten neben Händen und Füßen auch Regionen wie Kopf und Unterleib durch das Tragen von Stirnband oder Mütze bzw. spezieller Sportunterwäsche besonders geschützt werden. Ist man nach dem Sport naturgemäß dennoch nass geschwitzt, sollte man die Kleidung so schnell wie möglich wechseln, um einer Erkältung vorzubeugen. Insbesondere Läufer müssen außerdem darauf achten, dass ihre Schuhe ausreichend Profil an den Sohlen besitzen, um Stürze auf glattem Untergrund wie Schnee und Eis zu verhindern. Autor: Carolin Kopp Datum: 01. Dezember 2009
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Sport im Winter: Sturzprophylaxe Bei Kälte verengen sich nicht nur die Blutgefäße in der Haut, sondern auch die Gefäße der Muskelzellen ziehen sich zusammen. Dies führt zu einer herabgesetzten Nervenleitgeschwindigkeit, einer steiferen Muskulatur und einer geringeren Muskelkraft. Das hat zur Folge, dass Koordinations- und Reaktionsfähigkeit abnehmen, womit sich die Sturzgefahr erhöht. Um Stürzen und Verletzungen vorzubeugen ist - nicht nur bei niedrigen Temperaturen - das Aufwärmen vor dem Sport besonders wichtig. Außerdem sollte man sich nach Beendigung der Aktivität möglichst ins Warme begeben bzw. darauf achten, nicht auszukühlen. Autor: Carolin Kopp Datum: 01. Dezember 2009
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Wintersportarten Walking, Laufen, Schlitten-, Schlittschuh-, Ski- oder Langlaufen und viele mehr – die Palette an Wintersportarten ist breit. Wegen den speziellen Witterungsbedingungen im Winter (Schnee- und Eisglätte) sollte die sportliche Betätigung lieber etwas moderater ausfallen als sonst. Bewegungen sollten besonders gezielt, koordiniert und vorsichtig ausgeführt werden. Bei bestimmten Sportarten wie Ski- und Snowbordfahren, bei denen eine erhöhte, nicht regelmäßige Beanspruchung von Muskulatur und Gelenken besteht, ist darauf zu achten, dass vor der ersten Abfahrt der Körper fit ist. Es ist daher ratsam, mindestens vier Wochen vor Beginn der Saison ein Training aufzunehmen, das die dabei eingesetzte Muskulatur gezielt vorbereitet. Besonderes Augenmerk ist auf die Beinmuskulatur zu richten, um einer „typischen“ Skiverletzung wie dem Kreuzbandriss vorzubeugen. Weitere Informationen Prävention von Skiunfällen: Online-Informationen des TÜV Süd Online- Informationen des Deutschen Skiverbandes (DSV) Autor: Carolin Kopp Datum: 01. Dezember 2009 Quellen: Ahonen, J. et al.: Sportmedizin und Trainingslehre. Schattauer, Stuttgart 2003 Dickhuth, H.-H. et al. (Hrsg.): Sportmedizin für Ärzte. Lehrbuch auf der Grundlage des Weiterbildungssystems der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2007 Rost, R. (Hrsg.): Lehrbuch der Sportmedizin. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2001 Online-Informationen des TÜV Süd Online- Informationen des Deutschen Skiverbandes (DSV)
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