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Botulinumtoxin (Botox): Definition Botulinumtoxin A (Botulinustoxin A, BTX) ist ein hochwirksames Nervengift. Es ist ein Lebensmittelgift, das von dem Bakterium Clostridium botulinum abgesondert wird. Fleisch, insbesondere konserviertes Fleisch, ist ein geeigneter Nährboden für dieses Bakterium, sodass der Verzehr von Konservenfleisch im vergangenen Jahrhundert in einigen Fällen zu Vergiftungen durch Botulinumtoxin geführt hat. Moderne Sterilisierungsmethoden machen heute das Konservenfleisch nahezu keimfrei. Botulinumtoxin wird heutzutage wegen seiner muskellähmenden Wirkung im medizinischen Bereich eingesetzt. Es ist das stärkste bekannte Gift. Wird es unter die Haut (subkutan) in den Muskel gespritzt, hemmt es die Signalübertragung zwischen Nervenzellen und Muskel. Je nach Dosierung schwächt oder verhindert Botulinumtoxin A das Zusammenziehen der Muskulatur (Muskelkontraktion). Diese Eigenschaft macht man sich auch in der ästhetischen Medizin zunutze. „Botox“ oder Botulinumtoxin In der ästhetischen Medizin hat Botulinumtoxin als einfache und wirkungsvolle Methode gegen Gesichtsfalten eine große Populärität bekommen. Unzählige Medienberichte über Verjüngungskuren und Anti-Falten-Partys haben dabei das Präparat „Botox“, das sich vom Namen her als bequeme Kurzform des Wirkstoffes anbietet, so bekannt gemacht, dass sich der Gebrauch der Begriffe „Botoxbehandlung“ für das Therapieverfahren durchgesetzt hat. „Botox“ ist aber eigentlich nur der Markenname des am meisten verwendeten Botulinumtoxin-Medikamentes. Daneben gibt es auch andere Hersteller, die vergleichbare Botulinumtoxin-Präparate in Deutschland unter den Markennamen Vistabel, Dysport oder Xeomin anbieten. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Botulinumtoxin (Botox): Durchführung Botulinumtoxin wird in der Medizin gezielt eingesetzt. Es wird subkutan (unter die Haut) in den Muskel gespritzt. Botulinumtoxin ist ein hochwirksames Eiweißgift und blockiert gezielt die Nervenimpulse des Muskels. Entsprechend der Dosierung lässt sich der Muskel nur noch bedingt oder gar nicht mehr bewegen, wohingegen das Fühlen oder Tasten nicht beeinträchtigt wird. Etwa zehn Tage nach der Injektion hat das Gift seine volle Wirkung erreicht, die rund vier bis sechs Monate anhält. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Botulinumtoxin (Botox): Anwendungsgebiete Botulinumtoxin wird beispielsweise bei bestimmten Erkrankungen des Nervensystems angewendet. Bewegungsstörungen oder Bewegungskrämpfe (Dystonien, spastische Parese) lassen sich mit Botulinumtoxin gezielt behandeln. Zudem kann Botulinumtoxin bei der Behandlung einer Achalasie (Funktionsstörung von Schließmuskeln), des Spitzfußes (Fehlbildung des Fußes durch Hochstand der Ferse), bei vermehrter Schweißbildung (Hyperhidrosis) und in der Schmerztherapie (Muskelschmerzen) angewandt werden. In der ästhetischen Medizin wird Botulinumtoxin gegen Gesichtsfalten eingesetzt. Es wird in kleinen und kurzen Abständen direkt in die entsprechende Muskelpartie gespritzt. Das Nervengift verhindert das Zusammenziehen der Muskeln und Mimikfalten werden geglättet. Der glättende Effekt tritt allerdings nicht sofort ein, sondern erst einige Tage nach der Behandlung. Die Wirkung hält in der Regel drei Monate an. Botulinumtoxin ist ein hochpotentes Gift und sollte nur von einem speziell dafür ausgebildeten Arzt gespritzt werden. Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008
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Botulinumtoxin (Botox): Risiken Botulinumtoxin ist das stärkste heutzutage bekannte Gift. Eine durch Lebensmittel hervorgerufene Vergiftung löst einige Stunden nach dem Verzehr Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen aus. Innerhalb von 24 Stunden folgen Muskellähmungen, insbesondere im Gesicht und im Nackenbereich. Wird die Vergiftung früh genug erkannt, kann ein Gegengift (Antitoxin) verabreicht werden. Wenn keine Behandlung erfolgt, ist eine Botulinumtoxin-Vergiftung tödlich. Die Behandlung mit Botulinumtoxin im kosmetischen Bereich kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Unwohlsein führen. Behandlungs- oder Dosierungsfehler können übermäßige Lähmungen und beispielsweise hängende Augenlider hervorrufen. Eine Behandlung mit Botulinumtoxin sollte nur von einem speziell dafür ausgebildeten Arzt durchgeführt werden. Weitere Informationen Autor: Julia Alkan Demirel, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. Juli 2008 Quellen: Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 261. Auflage. De Gruyter, Berlin 2007 Sommer, B.: Faltentherapie mit Botox & Co. TRIAS, Stuttgart 2005
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Botox;Botulinumtoxin;Falten;Nervengift;Botox-Party;Bewegungsstörungen |
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