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Biologisches Alter Das Alter, das im Pass steht, ist nicht zwangsweise identisch mit dem biologischen Alter. Mit dem biologischen Alter ist der Zustand des Körpers gemeint, der einem bestimmten Alter ungefähr entspricht. Und da kann es bei ein und demselben Menschen große Unterscheide geben: Das Herz kann bei einem durchtrainierten Sportler in einer ausgezeichneten Verfassung sein und ist damit biologisch jünger, als es dem biographischen Alter entspricht. Die Gelenke desselben Sportlers können aber deutlich stärkere Verschleißerscheinungen aufweisen als es für sein biographisches Alter typisch wäre. Bestimmung des biologischen Alters Die Unterschiede zwischen biographischem und biologischem Alter sind zum Teil Veranlagung (z.B. angeborene Fettstoffwechselstörung, Hüftdysplasie). Sie unterliegen aber auch sehr stark äußeren Einflüssen. Fettreiche Ernährung, Stress, Rauchen, regelmäßiger Alkoholgenuss und Bewegungsmangel lassen den Körper vorzeitig altern. Ein gesunder Lebensstil hingegen hält länger jung und fit. Auch unser Geist lässt sich durch ständige Herausforderungen jung halten. Menschen, die sich ihr Leben lang für neue Dinge interessiert haben, können mit 60 geistig noch leistungsfähiger sein, als mancher Mittvierziger. Autor: Annegret Steinkamp Datum: 15. Juli 2009
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Anti-Aging-Medizin Wer noch genauer wissen will, wie alt sein Körper tatsächlich ist, der kann sein biologisches Alter inzwischen von einem Computer ermitteln lassen. Der "Age Scan" misst in nur fünfzig Minuten verschiedene Körperfunktionen, wie Seh- und Reaktionsfähigkeit, Lungen- und Muskelfunktion, Gehör, Gedächtnis und Tastsinn. Zudem messen die Ärzte Knochendichte, Hormonspiegel und die Körperzusammensetzung in Fett, Muskelmasse und Wasser. Aus diesen Parametern errechnet der Computer dann das biologische Alter. Das Gerät findet sich inzwischen in vielen auf Anti-Aging-Medizin spezialisierten Arztpraxen und Wellness-Kliniken. Nutzen Das Ergebnis der Analysen wird genutzt, um mit Ernährungstipps, Vitamincocktails, Hormonkuren und Fitnessregeln die biologische Uhr ein wenig zurück zu drehen. Bis zu zehn Jahre, versprechen die Optimisten unter den Ärzten, könne man auf diese Art sein biologisches Alter verbessern. Solche Verjüngungsprogramme haben ihren Preis und sind umstritten. Vor allem der Einsatz von Hormonen wird von vielen Medizinern kritisch bewertet. Zwar zeigen sich dabei durchaus beachtliche Verjüngungseffekte, aber noch weiß man zu wenig über die Langzeiteffekte und Nebenwirkungen der hochwirksamen Präparate. Stattdessen empfehlen Mediziner, dem körperlichen Alterungsprozess mit gesundheitsbewusster Ernährung, ausreichend Bewegung und gezielter Entspannung zu begegnen. Autor: Annegret Steinkamp Datum: 15. Juli 2009
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Tipps Jung bleiben und aussehen ist keine Glückssache. Wer einige Regeln befolgt, kann die biologische Uhr beeinflussen: Stress: Ein großes Problem ist der Stress, denn Stress macht alt. Starke körperliche und seelische Belastungen beeinträchtigen die Sexualhormone. Meditationen, Entspannungsübungen und gezieltes Stress-Management, auch ausreichend Schlaf, können die Hormonwerte normalisieren, während schädliche Stresshormone sinken. Sport: Training baut Stress ab, verbessert die Durchblutung, entfernt giftige Stoffwechselprodukte. Wichtig ist eine vernünftige Mischung von Ausdauersport und Muskelaufbau. Dies beugt dem altersbedingten Muskel- und Knochenabbau vor und erhöht zum Beispiel die Testosteron-Produktion. Manche Mediziner empfehlen sogar täglich mindestens ein halbe Stunde Bewegung. Ernährung: Für die Ernährung lautet das erste Gebot: Kalorien reduzieren. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Übergewicht und die damit verbundenen Krankheiten vorzeitiges Altern bedeuten. Die Formel einer „Jung-Diät“ lautet: fettarm ernähren, viel frisches Obst und Gemüse, Pflanzenöle und ein- bis zweimal pro Woche Fisch essen. Tierische Fette sollten Sie möglichst meiden, täglich jedoch zu mageren Milchprodukten greifen. Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin C, E, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe schützen vor Alterungsprozessen. Sie fangen schädliche freie Radikale ab, die im Körper entstehen. Eiweiß aus Milch- und Vollkornprodukten, magerem Fleisch und Fisch fördert die Ausschüttung von Wachstumshormon. Schlaf: Während des Schlafens regeneriert sich der gesamte Organismus und schöpft neue Kraft. Für das Jungbleiben ist das ein ganz wichtiger Faktor. Zu viel Schlaf kann ein Krankheitszeichen darstellen und sollte vom Arzt abgeklärt werden. Körpergewicht: Ein Blick auf die ältesten Bewohner der Erde zeigt: Alle haben ein niedriges Gewicht, einige sind normalgewichtig, keiner übergewichtig. Wer schlank ist, belastet seinen Organismus am wenigsten und hat deshalb bessere Chancen, älter zu werden. Alle Krankheiten, die mit Übergewicht einhergehen, rauben Lebensjahre. Deshalb gewinnt man Lebensjahre, wenn man im unteren Bereich des Normalgewichts liegt. Rauchen: Rauchen ist der Altmacher und Killer Nummer 1! Nikotin gefährdet Herz, Gefäße, Gehirn und verursacht Krebs. Rauchen sollte man sich unbedingt abgewöhnen. Die Kilos, die man danach zunimmt, bekommt man mit mehr Sport wieder weg. Haut: Die Haut ist der Spiegel der Gesundheit. Sie zeigt, ob der Organismus ausreichend mit Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Hormonen versorgt ist. Stimmen Ernährung, Durchblutung und Hormone, erscheint die Haut fest und rosig. Gesunde Ernährung, Sport und natürlich sorgfältige Pflege sind deshalb wichtig. Der Effekt von Schönheitsoperationen hält dagegen meistens nur kurz an. Gehirn: Dieses Organ muss besonders gut versorgt werden, damit keine Funktionseinschränkungen entstehen. Es benötigt viel Flüssigkeit und Kohlenhydrate. Wichtig ist mentales Training, man sollte also regelmäßig etwas Neues lernen. Kreativ sein, alle Sinne beschäftigen: Sehen, riechen, tasten, schmecken, fühlen. Rechtshänder sollten öfter mal die linke Hand beschäftigen und umgekehrt, das aktiviert die Hirnleistung. Sonne: Sonnenbäder sollte man seinem Hauttyp gemäß nur dosiert genießen. Doch etwas Sonne ist gesund, damit der Körper mit Hilfe der UV-Strahlen Vitamin D bilden kann. Dieses Vitamin spielt eine Rolle für den Stoffwechsel der Knochen und der Haut. Soziale Kontakte: Soziale Bindungen halten die Psyche jung. Dazu gehören ein guter Freundeskreis, ein Partner, dem man vertrauen kann und bei dem man sich aufgehoben fühlt und ein netter Kollegenkreis. Pflegen Sie diese Kontakte, tauschen Sie sich aus, lachen Sie gemeinsam, das gilt bei den Medizinern als Jungbrunnen. Liebe und Sex: Eine gute Beziehung hält jung - genauso wie ein ausgefülltes Sexualleben. Das muss mit den Jahren nicht nachlassen. Falls die Libido sinkt oder die Erektionsfähigkeit zu wünschen übrig lässt, sollte der Arzt hinzugezogen werden. Er kann feststellen, ob die Durchblutung stimmt und die Hormone ausreichen. Weitere Informationen Autor: Annegret Steinkamp Datum: 27. Dezember 2008 Überarbeitet: 15. Juli 2009 Quellen: Baake, Nicole; Jacobi, Günther H.: Kursbuch Anti-Aging: 108 Tabellen. Thieme, Stuttgart 2005 Halen, Vanessa: Bio Aging: mit natürlichen Vitalstoffen. Books on demand, Norderstedt 2002
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Biologisches Alter;Age-Scan;Anti-Aging-Institut;biographisches Alter;Vitamincocktails;Hormonkuren;Ernährungstipps;Verjüngungsprogramme |
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